News

Japanische Kultur

Josh Hartnett spielt mit Pappmachépuppen

Weg mit riesigen Kulissen und Computeranimationen, bei Josh Hartnetts neuem Film "Bunraku" wird mit Pappmaché gearbeitet. Bitte, wie? Da konnte er selber gar nicht genau erklären, wie das dann tatsächlich aussehen soll. Eine Mischung aus "Sin City" und japanischem Puppentheater - das ist definitiv mal etwas anderes.

Das bereitet Kopfzerbrechen: Wie erklärt man Großansicht

Das bereitet Kopfzerbrechen: Wie erklärt man "Bunraku"? (Foto: MGM)

Die Welt, durch die Josh Hartnett in "Bunraku" läuft, soll nicht aussehen wie die Realität. "Nicht im Sinne von einer Fantasiewelt wie in 'Die Chroniken von Narnia', sondern eher wie die Stadt, die Frank Miller in 'Sin City' erschaffen hat," erklärt Hartnett. Für die Kulissen werden tatsächlich Pappmachépuppen aber auch Green Screens benutzt. "Es sieht anders aus als alles, was mir bisher vor die Augen gekommen ist," schwärmt Josh.

Dafür leiht sich Regisseur und Drehbuchautor Guy Moshe Titel und Konzept des Bunraku, einer 400 Jahre alten japanische Theaterform. Darin werden Geschichten nicht von Schauspielern zum Leben erweckt, sondern von bis zu 1,5 Meter großen Pappmachépuppen, die von jeweils drei Menschen gelenkt werden. Dass Josh Hartnett selbst auch von einer Puppe dargestellt wird, ist jedoch nicht zu erwarten. Die Geschichte dreht sich um einen Mann (Hartnett), genannt The Drifter, der Rache üben will und deswegen in eine seltsame Stadt kommt.

Höchste Priorität

Der Film soll auch den Eindruck vermitteln, aus einer einzigen Einstellung ohne Schnitt gemacht zu sein, ähnlich wie Alfred Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche". Hartnett ist mittlerweile von seinem neuen Projekt derart begeistert, dass er seinen kompletten Terminkalender dafür auf den Kopf gestellt hat. So musste der Drehbeginn für seinen Football-Film "Endzone" auf 2009 verschoben werden.

mga, Park City, Utah, 01.02.2008, 10:00
 
Hoch Runter
 

facebook