News

Offene Kritik

Judi Dench vermisst typischen Bond-Humor

James Bond-Filme sind einfach nicht mehr das, was sie einmal waren. Judi Dench, 007-Fans auch als "M" bekannt, fragt sich was Ian Fleming zu den letzten Agenten-Thrillern gesagt hätte.

Als Chefin des MI5 bringt Judi Dench nichts aus der Ruhe (Foto: Fox) Großansicht

Als Chefin des MI5 bringt Judi Dench nichts aus der Ruhe (Foto: Fox)

"Geschüttelt, nicht gerührt" - viel mehr elegante Sprüche hatten die letzten Bond-Filme in den Augen von Judi Dench nicht zu bieten. Bei den jüngsten Aufträgen des weltbekannten Agenten komme der trockene britische Humor einfach zu kurz.

Judi Dench, die moralische Instanz der Bond-Filme, hat den unverbesserlichen James als resolute "M" bereits vier Mal in seine Schranken gewiesen: Sowohl in "Goldeneye", "Der Morgen stirbt nie", "Die Welt ist nicht genug" als auch in "Stirb an einem anderen Tag" spielte sie das resolute Oberhaupt des britischen Geheimdienstes. Auch im nächsten Streich von 007, der im kommenden Frühling gedreht wird, ist Judi Dench als Chefin des MI5 mit von der Partie. Nach ihrer offenen Kritik hofft die kurzhaarige Charakterdarstellerin auf ausgefeiltere Dialoge.

Ein Macho der alten Schule

Der fehlende Witz ist nicht das einzige Problem, das die Oscarpreisträgerin ("Iris") mit den neusten Aufträgen von James Bond hat. Ian Fleming hätte nie zugelassen, dass sein verwegener Agent sich von einer Frau sagen lässt, wo's lang geht.

James, die perfekte Kombination aus Gentleman und Macho, musste sich von Judi Dench folgenden Satz anhören: "Ich halte Sie für einen sexistischen frauenfeindlichen Dinosaurier. Ein Relikt des kalten Krieges." Lassen wir uns überraschen, welchen Ton die eiserne Lady im nächsten Bond-Film anschlägt.

Birgit Paintner, 26.04.2004, 17:30
 
Hoch Runter
 

facebook