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Märchenstunde

Juliette Binoche ist "Scheherazade"

Es war einmal der finstere König von Samarkand mit dem Namen Scharirar. Der grausame Herrscher wollte die anmutige Scheherazade dem Tode zuführen lassen.

Erzählt bald um ihr Leben: Juliette Binoche (Foto: Tobis) Großansicht

Erzählt bald um ihr Leben: Juliette Binoche (Foto: Tobis)

Doch die holde Schöne offenbarte dem König Nacht für Nacht die gar seltsamsten und wunderlichsten Geschichten. Und so ging es über 1001 Nacht, dass der König stets so gespannt auf den Fortgang der ihm dargebotenen Ereignisse war, dass er Scheherazade am Leben ließ.

"Erzähl' oder stirb" war das Motto bei den berühmten "Märchen aus 1001 Nacht". Dieser kunstvollen Rahmengeschichte entspringen Kleinode wie "Aladin und die Wunderlampe", "Sindbad der Seefahrer" (aktuell als Zeichentrick im Kino) oder "Ali Baba und die vierzig Räuber". Aus diesem Spannungsmoment lässt sich natürlich bestens ein Kinofilm stricken:

Regisseur Michael Apted ("James Bond: Die Welt ist nicht genug") verfrachtet das Ganze in heutige Tage und strickt die Vorlage zu einen modernen Gangsterfilm um. Juliette Binoche spielt die untreue Gattin eines Ganoven, die von den Handlangern ihres Ehemannes gekidnappt wird. Nun enstpinnt sie eine verrückte Geschichte nach der anderen, in der Hoffnung, so ihre Freiheit zurückzugewinnen.

Scully und Mulder kriegen sich

Laurence Fishburne, zuletzt als Morpheus in "Matrix Reloaded" und demnächst in Clint Eastwoods "Mystic River" zu sehen, soll den Gangsterboss spielen. Mit von der Partie sind außerdem Gary Sinise ("Mission to Mars") und Samuel Ball ("Die letzte Festung").

12 Millionen Dollar wird das Kinojuwel kosten. Das Drehbuch stammt übrigens von Jeff Vlaming, der die vergangenen Jahre unzählige "Akte X"-Folgen schrieb.

Ein Happy End ist bei "Scheherazade" ziemlich wahrscheinlich: Die Vorlage endet nach 1001 Nacht damit, dass Scharirar die redegewandte Dame ehelicht.

bs, 27.08.2003, 18:12
 
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