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Kasachstan lädt Borat ein
In seiner Heimat würden Frauen Eselskarren ziehen und der Wein werde aus Pferde-Urin gewonnen, erzählt Cohen als kasachischer TV-Reporter Borat in dem gleichnamigen Film. "Und unser beliebtestes Volkslied ist 'Werft die Juden raus'", so der respektlose Comedian, der unter dem Namen "Ali G." bekannt wurde.
Da verwundert es nicht, dass die kasachische Regierung angesäuert reagierte. "Mr. Baron Cohen repräsentiert unser Land nicht. Er spricht nicht wie ein Kasache - er sieht noch nicht einmal so aus", beklagten sich Regierungsvertreter. Sie drohten Cohen rechtliche Schritte an und wollten den Film sogar verbieten lassen. Selbst George W. Bush schaltete sich in die "Borat"-Diskussion ein und versuchte, zwischen den USA und Kasachstan zu vermitteln.
Endlich Frieden?
Doch nun gibt es Entwarnung. Ein Mitarbeiter des kasachischen Außenministeriums hat den schnauzbärtigen Fake-Reporter offiziell in dessen vermeintliche Heimat eingeladen: "Er kann hier Vieles entdecken. Frauen fahren Auto, Wein machen wir aus Trauben und Juden dürfen die Synagoge besuchen."
Anscheinend hat die kasachische Regierung eingesehen, dass sie mit Drohungen und Verboten nichts bewirken kann. "Wir müssen das Ganze mit Humor nehmen und die künstlerische Freiheit akzeptieren. Es ist sinnlos, einen Schauspieler zu verklagen. Das ruiniert das Image unseres Landes und macht Borat nur noch populärer."
Was Borat selbst zu dieser überraschenden Einladung sagen wird?
sto, Astana, 20.10.2006, 16:10
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