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Mantel und Besen

Kidman als Sixties-Hexe

Man nehme etwas Harry Potter, eine Prise Comedy, den besten Herzschmerz-Regisseur und dazu die schönste Diva, die Hollywood zu bieten hat.

Nicole Kidman: Wer mir blöd kommt, den, verhex' ich! (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nicole Kidman: Wer mir blöd kommt, den, verhex' ich! (Foto: Kurt Krieger)

So lautet das narrensichere Kochrezept für die Kinofassung der erfolgreichen TV-Serie "Bewitched": Zwischen 1964 und 1972 eroberte eine blonde Hexe namens Samantha Stephens (gespielt von Elizabeth Montgomery) mit zeitgemäßer Ponyfrisur die Herzen der amerikanischen Fernsehjunkies.

Ein kurzer Griff an die Nasenspitze genügte ihr, um die unmöglichsten Hexenkunststücke zu vollführen - zum Leidwesen ihres treuen Ehegatten Darrin, der seine Frau lieber als unmagisches Heimchen am Herd gesehen hätte. Kein Wunder, war doch Darrins Boss eines der bevorzugten Opfer von Samanthas mitunter missglückten Tricks.

Dieses Abenteuer zaubert nun Nora Ephron auf die Kinoleinwand. Ephron hat sich mit Filmen wie "Harry und Sally", "Schlaflos in Seattle" und "E-Mail für Dich" seinen Ruf als Meister der romantischen Komödie erworben. Diesmal setzt er aber nicht auf die altbewährte Meg Ryan: Für "Bewitched" konnte er mit Nicole Kidman Hollywoods weibliche Nummer eins engagieren. In den Zeiten von Harry Potter und "Peter Pan" bietet das Projekt schließlich genau die richtige Mischung für einen sicheren Kinohit. So soll denn auch schon im April die erste Klappe fallen.

Jungs bringen's nicht

Als Samanthas geplagter Ehemann Darrin ist Will Ferrell im Gespräch, der nach "Zoolander" zuletzt als "Buddy - Der Weihnachtself" durch die Adventszeit turnte. Für die Rolle waren zuvor Mike Myers und Jim Carrey im Gespräch gewesen.

In der Fernsehfassung bekam Samantha auch eine Tochter namens Tabitha, die ihre Hexenqualitäten erbte und den Sohn Adam, der nach dem magiefreien Vater geriet.

Für Kidman ist das Projekt wohl vornehmlich von künstlerischem Interesse: Sie hat kürzlich für einen vier Minuten langen Fernsehspot im Dienste eines großen französischen Kosmetikherstellers satte 3 Mio. Euro verdient - das entspricht einem Stundenlohn von 45 Mio. Euro. Solche Summen zahlt selbst Hollywood nicht...

Boris Sunjic, Los Angeles, 05.01.2004, 17:48
 
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