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Lieber Super-Nanny

Kündigung bei "Harry Potter"

In den Fan-Foren ist die Enttäuschung über den Ausstieg von Emma Thompson groß. Für viele ist sie die Idealbesetzung als chaotische Lehrerin von Harry Potter.

Null Durchblick: Thompson als Trelawney, Lehrerin für das Fach Wahrsagen (Foto: Warner) Großansicht

Null Durchblick: Thompson als Trelawney, Lehrerin für das Fach Wahrsagen (Foto: Warner)

"Sie muss unbedingt ihre Meinung ändern!" Kaum hat Emma Thompson in einem Interview verkündet, dass sie nicht mehr als Professorin Trelawney zur Verfügung steht, laufen die Mitglieder von etlichen Harry Potter-Communities Sturm.

Doch die Chancen für einen Gesinnungswandel der Charakterdarstellerin stehen schlecht. Denn Thompson hat Besseres zu tun: Während Daniel Radcliffe & Co. sich in das finale Abenteuer "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" stürzen, wird sie eine Fortsetzung von "Eine zauberhafte Nanny" drehen. "Die Harry Potter-Filme haben keine große emotionale Bedeutung für mich", erklärt die Britin. "Die Geschichten von Nanny McPhee liegen mir viel mehr und sind mir einfach wichtiger."

Knollennase statt Wahrheitskugeln

Thompson hatte selbst das Drehbuch zur Verfilmung des Kinderbuches geschrieben, die 2005 überraschend die Kinos in Großbritannien eroberte. Nun arbeitet sie fleißig an der Geschichte für eine neue Mission des Kindermädchens mit Knollennase, Warzen und Riesenzahn. Dieses Mal greift die eigensinnige Super-Nanny gleich zwei Müttern samt Sprösslingen unter die Arme, die im Krieg evakuiert werden, während die Väter an der Front kämpfen.

Eine große Rolle im Vergleich zu dem Auftritt, den sie in "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" mit dem Wurf von Wahrheitskugeln gehabt hätte. Dass Thompson durch eine andere Schauspielerin ersetzt wird, ist bei der Kürze dieser Szene nicht zu erwarten. Übrigens, schon in "Harry Potter und der Halbblutprinz" ist die 49-Jährige nicht mit von der Partie - obwohl laut Romanvorlage für sie eine Szene vorgesehen ist, in der die beschwipste Trelawney eine wichtige Beobachtung macht.

bip, London, 12.11.2008, 16:22
 
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