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Hängengeblieben

Labyrinth Filmrolle

Fluch und Segen zugleich: Die großen Rollen sind für viele Schauspieler auf lange Sicht ein Hemmschuh - oder weiten sich gar zur persönlichen Katastrophe aus.

Kämpft verzweifelt um seine Identität (Foto: Warner) Großansicht

Kämpft verzweifelt um seine Identität (Foto: Warner)

"Ich habe langsam das Gefühl, dass Harry Potter mir mein Leben klaut", beklagte sich Daniel Radcliffe unlängst in einem Interview. Zwar sehe er dem ganzen Rummel noch gelassen entgegen, aber auf den Keks gehe ihm jetzt langsam, dass die Leute nur noch seine Rolle und nicht mehr ihn, Daniel, sehen würden. Na dann, Kleiner, mach dich mal auf was gefasst.

Denn noch stehen ihm ja drei weitere Filme als Zauberlehrling bevor. Die Überlagerung der Person Daniel Radcliffe durch die Rolle Harry Potter wird sich also noch verstärken. Und damit nicht genug: Das Tragische daran ist nämlich, dass die Wahrnehmung über die fiktive Figur noch vergleichsweise nachvollziehbar ist - solange die Filme Jahr für Jahr aktuell sind. Die Menschen erwarten ihren Harry, und er hält nun mal jedes Jahr wieder den Kopf hin. So ist das Leben.

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"Was haben wir uns da angetan, Emma?" (Foto: Warner)

Harry Potter lebenslänglich

Wirklich schlimm wird es für ihn erst werden, wenn die Potter-Serie abgeschlossen ist. Denn auch dann, Jahre, ja, Jahrzehnte, später wird hinter dem Schauspielernamen Daniel Radcliffe - sollte er diese Profession denn weiterführen - immer in Klammern "Harry Potter" stehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Da kann Herr Radcliffe der herausragendste Shakespeare-Aficionado aller Zeiten werden, den Oscar serienweise für die Verkörperung invalider Kriegsveteranen, traumatisierter Gewaltopfer oder triebgesteuerter Serienkiller erhalten - er ist und bleibt Harry Potter. Zumindest für die nächsten 25 Jahre. Im juristischen Sprachgebrauch nennt man diese Spanne "Lebenslänglich".

 
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