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Ganz malerisch

Leiden schafft Kunst

Fast könnte man meinen, Bruno Ganz verfilmt die Jugendjahre Adolf Hitlers. Schließlich war der Diktator in jungen Jahren ein unbedeutender Hobby-Maler. Doch im neuen Film des Edelmimen geht es um einen anderen schüchternen Künstler - ganz ohne politische Schattenseiten.

Bruno Ganz, demnächst als schüchterner Maler auf der Leinwand (Foto: Kool Film) Großansicht

Bruno Ganz, demnächst als schüchterner Maler auf der Leinwand (Foto: Kool Film)

Es dürfte Jahre dauern, bis Bruno Ganz nicht mehr mit seiner Paraderolle in "Der Untergang" identifiziert wird. Wen wundert's, dass der Schweizer sich nun Rollen sucht, die dem Führer des Dritten Reichs so rein gar nicht ähneln. Obwohl: Für den Kenner finden sich selbst beim neuem Projekt von Bruno Ganz biografische Parallelen zur Person Hitler.

Unter der Regie von Martin Walz entsteht ab Juni eine Literaturverfilmung, deren Vorlage auf dem Roman "Lebendig begraben" des britischen Schriftstellers Arnold Bennett (1867-1931) basiert. Die Hauptperson, der extrem schüchterne Maler Priam Farrell, will sich der lästigen feinen Gesellschaft entziehen. Er nimmt die Identität seines Kammerdieners Henry an und zieht sich aufs Land zurück. Schon bald wird der vorgebliche Diener beschuldigt, die Werke des berühmten Malers zu fälschen - die ja seine eigenen sind.

Ganz' großes Abenteuer

Der Arbeitstitel der Verfilmung lautet "The great Farrell". Bruno Ganz wird in der Hauptrolle zu sehen sein, Rupert Everett wird seinen Kammerdiener spielen. 1915 und 1921 diente der Stoff bereits als Vorlage für zwei Stummfilme mit dem Titel "The Great Adventure".

bdu, 15.02.2005, 17:03
 
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