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"Matrix"-Macher trotzen Faschismus
Obwohl "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions" zusammen über eine Milliarde Dollar an den Kinokassen einpielten, galten die Sequels dennoch als Enttäuschung. Mit einem interessanten Projekt will das Regisseurs-Duo Larry und Andy Wachowski jetzt verlorenen Kredit bei ihren Fans wiedergewinnen: Als Produzenten werden sie die Verfilmung eines Kult-Comics der 80er Jahre in die Wege leiten.
"V wie Vendetta", so der Titel des Werkes von Alan Moore, spielt im Jahre 1998 einer alternativen Zeitlinie: Nazi-Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen und Großbritannien wird von eisernen Herrschern regiert, die jeglichen Widerstand erbarmungslos im Keim ersticken.
Viva la Revolución!
Ein mysteriöser Freiheitskämpfer, der nur als "V" bekannt ist und sein Gesicht hinter einer weißen Porzellanmaske verbirgt, widersetzt sich jedoch der Unterdrückung. Mit Anschlägen und vordergründig absurden Aktionen führt er einen Guerilla-Krieg gegen die Faschisten.
Die Wachowskis hegten bereits seit einiger Zeit Interesse an dem ungewöhnlichen Stoff, wandten sich aber zunächst den "Matrix"-Fortsetzungen zu. Jetzt wollen sie das Projekt endlich in die Tat umsetzen, begnügen sich allerdings mit der Rolle der Produzenten. Im Regiestuhl soll stattdessen James McTeigue Platz nehmen, der in dieser Position sein Debüt gibt.
An Genre-Erfahrung sollte es McTeigue dennoch nicht mangeln: Als Regieassistent arbeitete er nicht nur an der "Matrix"-Trilogie, sondern auch einer anderen kleinen Science-Fiction-Reihe. Deren dritter Teil wird nächstes Jahr im ein oder anderen Kino zu sehen sein - unter dem Titel "Episode III - Die Rache der Sith".
mab, 18.11.2004, 16:50
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