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Wegen Hitler-Vergleichs

Megan Fox: "Transformers"-Ende wegen Steven Spielberg, nicht Michael Bay

Sie war DER Hingucker der ersten beiden "Transformers"-Filme.

Megan Fox wurde auf Wunsch von Steven Spielberg bei Großansicht

Megan Fox wurde auf Wunsch von Steven Spielberg bei "Transformers 3" gefeuert (Foto: Paramount, Kurt Krieger)

"Transformers" ohne Megan Fox, das schien vielen Fans komplett unmöglich. Trotzdem wurde während der bereits laufenden Dreharbeiten zum dritten SciFi-Spektakel um die Verwandlungsroboter der Ausstieg der sexy Schauspielerin verkündet. Megan Fox behauptete damals, sie sei freiwillig gegangen, während Macher und Beobachter mutmaßten, Regisseur Michael Bay habe sie wegen andauernder Streitigkeiten gefeuert.

Nun stellt sich heraus, dass es vielmehr Produzent Steven Spielberg war, der Megan Fox vom Set entfernen ließ. Das erklärte Regisseur Michael Bay am Rande der Promotion-Tour für "Transformers 3": "Erinnern Sie sich an diese Hitler-Geschichte? Steven sagte danach zu mir 'Du feuerst sie jetzt sofort!'"

Megan Fox hatte Michael Bay wegen seiner berüchtigt kompromisslosen Art am Set tatsächlich mit Adolf Hitler verglichen. Das ging Steven Spielberg, der nicht zuletzt als Regisseur von "Schindlers Liste" einen sensiblen Umgang mit diesem Thema pflegt, eindeutig zu weit.

Spice Girl gegen Set-Diktator

Auslöser der Streits zwischen Michael Bay und Megan Fox war angeblich die Forderung des Regisseurs nach einer brauneren Haut für ihre Rolle als Mikaela in "Transformers 3". Er verordnete Fox daher Solarium-Sitzungen. Die Schauspielerin fand das wegen des Hautkrebs-Risikos zu gefährlich. Doch die wahren Gründe für den Streit liegen laut Hauptdarsteller Shia LaBeouf tiefer:

"Megan hatte sich zuletzt eine Art Spice Girl Power zugelegt, daher fühlte sie sich mit Michael Bay unwohl, der halt in seiner Art, Frauen zu filmen, sehr lasziv vorgeht. Michaels Filme sprechen die Sexualität eines 16-Jährigen an, das ist Sommerkino, das ist einfach sein Stil. Das hat Megan nie gefallen. Sie ist ein Mädchen, das aus dem Nichts in eine sehr sexuelle Rolle gedrängt und so der ganzen Welt vorgeführt wurde. Man sagte ihr, sie sei die sexieste Frau der USA. Das war schon schwer zu verarbeiten für Megan. Wenn Michael vor der Kamera gewisse Dinge von ihr forderte, war da keine Zeit für Süßholzrapseln. Es musste schnell gehen. Und wenn Michael etwas fehlt, dann ist es Taktgefühl. Megan mit einfühlsamer Stimme zu bitten, sie solle ihren Rücken um soundso viel Grad durchbiegen, das ist bei ihm nicht drin."

Dass Megan Fox sich zum Vergleich mit Hitler hinreißen ließ, erscheint Shia LaBeouf also als unüberlegte Eskalation eines lange schwelenden Konflikts. Am Ende überschritt Fox eine Grenze, die Produzent Steven Spielberg zum Handeln zwang.

Bei Megans Nachfolgerin Rosie Huntington-Whiteley ist laut Shia LaBeouf alles anders gewesen: "Rosie ist Wäschemodel für Victorias Secret, sie hat überhaupt kein Problem mit Michaels Arbeitsweise und das machte alles am Set von 'Transformers 3' deutlich einfacher."

Ob Rosie Huntington-Whiteley eine würdige Nachfolgerin von Megan Fox ist, gibt's ab 29. Juni zu erleben, wenn "Transformers 3" ins Kino kommt.

Boris Sunjic, Los Angeles, 20.06.2011, 13:54
 
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