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L. Schreiber im Gespräch

"Mein Film ist die Abfolge glücklicher Zufälle"

Mit der Adaption von Jonathan Safran Foers Erstlingsroman "Alles ist erleuchtet" gibt Schauspieler Liev Schreiber ein sehr persönliches Regiedebüt über seine osteuropäischen Vorfahren und rührt die Herzen.

Liev Schreiber mit Eugene Hutz am Set von Großansicht

Liev Schreiber mit Eugene Hutz am Set von "Alles ist erleuchtet" (Foto: Warner)

» Was brachte Sie dazu, hinter die Kamera zu wechseln?

LIEV SCHREIBER: Als Schauspieler hatte ich einiges erreicht und suchte eine neue Herausforderung. Dazu packte mich Neugier auf eine mir fremde Kultur. Ich wollte verstehen, woher mein Großvater und seine Familie kamen, was ihn prägte.

Deshalb begab ich mich auf Spurensuche und stieß dabei auf dieses Phänomen der Schuld bei den Überlebenden von Pogromen. Mich fasziniert auch dieser schwarze jüdische Humor, man lacht und möchte gleichzeitig heulen über das Elend der Welt.

Elijah Wood macht sich als Jonathan auf die Suche nach seinen Wurzeln (Foto: Warner) Großansicht

Elijah Wood macht sich als Jonathan auf die Suche nach seinen Wurzeln (Foto: Warner)

» Werden Sie weiter Regie führen?

Mir bleibt es ein Rätsel, wie Regisseure ihren Knochenjob durchhalten. Wahrscheinlich muss man psychotisch sein. Sieben Tage die Woche von morgens bis abends auf den Beinen, Verantwortung tragen, 1000 Fragen beantworten - ein kräftezehrender Spaß.

Besonders lukrativ ist die Arbeit auch nicht. Aber mir ging es bei "Alles ist erleuchtet" auch nicht ums Geld, sondern um etwas sehr Persönliches. Mein Film ist die Abfolge glücklicher Zufälle.

 
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