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Michael Moore verteidigt Tom Cruise

Tom Cruise musste in letzter Zeit viel Medienschelte einstecken. Seine Mitgliedschaft bei Scientology, das Versteckspiel um seine Tochter Suri und sein geplatzter Millionen-Deal sorgten für Aufsehen.

Hat ein Herz für Medienopfer: Michael Moore (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hat ein Herz für Medienopfer: Michael Moore (Foto: Kurt Krieger)

Nun bekommt der viel kritisierte Cruise Unterstützung von unerwarteter Seite. Skandalfilmer Michael Moore hat dem Scientology-Anhänger den Rücken gestärkt: "Es ist an der Zeit, mit dem Tom-Cruise-Bashing aufzuhören. Seine Religion ist seine Privatsache, egal, von welchen Planeten sie stammt. Und außerdem sollen Schauspieler doch außergewöhnlich sein. Schließlich sind sie keine Buchhalter."

Anlass für diese versöhnlichen Worte war das Filmfest in Toronto, bei dem Moore am Wochenende seine beiden neuen Dokus vorgestellt hat. Er zeigte den anwesenden Journalisten erste Ausschnitte "Sicko", einer Abrechnung mit dem amerikanischen Gesundheitssystem, und "Slacker" über die Nachwehen der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2004. "Sieht vielversprechend aus", urteilte anschließend ein Pressevertreter.

Höllische Nachbarn

Mit dieser Aktion brach der Perfektionist allerdings nicht nur seinen Vorsatz, niemals noch nicht fertig gestelltes Material an die Öffentlichkeit dringen zu lassen - der medienscheue Regisseur stellte sich auch den Fragen des Publikums.

Moore verriet dabei beispielsweise, dass ihm sein Oscar für die Anti-Waffen-Doku "Bowling for Columbine" bisher wenig Sympathien bei seinen Landsleuten eingebracht hat: Moore-Gegner verbrühten den Provokateur auf der Straße mit heißem Kaffee. Und auch seine Nachbarn brachten ihren Unmut über den prominenten Mitbürger zum Ausdruck - sie luden Stallmist in seinem Vorgarten ab.

sto, Toronto, 11.09.2006, 16:46
 
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