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"Mystic River" bester Film 2003
Sean Penn geht als großer Gewinner aus der inoffiziellen Oscar-Preview hervor: Er wurde als bester Darsteller des Jahres 2003 ausgezeichnet für seine Rollen als vorschneller Rächer seiner ermordeten Tochter in "Mystic River" und schwerkranker Empfänger eines Spenderherzens im Todespuzzle "21 Gramm" (bei uns ab 5.2. im Kino). Dabei ließ er sogar Megastar Tom Cruise mit seinem Schwert-Spektakel "Last Samurai" (8.1.) hinter sich.
Edward Zwick, der den Edel-Eastern inszenierte, heimste den Preis als bester Regisseur ein - obwohl zuletzt ganz Amerika Clint Eastwood für seine bedeutungsschwere Inszenierung des Sozialdramas "Mystic River" als neues Lieblingskind hinter der Kamera gefeiert hatte. Dessen Werk wurde zwar zum besten Film gewählt, das lag aber nach Meinung der Jury weniger an der Inszenierung des Altmeisters, denn an den exzellenten darstellerischen Leistungen von Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laura Linney, Laurence Fishburne und Marcia Gay Harden.
Möge das Spiel beginnen!
Auf Platz zwei kam bei den besten Filmen "The Last Samurai" vor dem Independent-Drama "The Station Agent" und dem hochintelligenten "21 Grams" von Alejandro González Iñárritu, dem Regisseur von "Amores perros".
Diane Keaton wurde als beste Schauspielerin geehrt: In der Komödie "Was das Herz begehrt" (12.2.) mimt sie eine Dramenautorin. Jack Nicholson spielt ihren Ex-Mann, Keanu Reeves ist ebenfalls mit von der Partie.
Damit ist die Ratesaison für die Oscar-Kandidaten offiziell eröffnet: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die meisten der erwähnten Filme und Darsteller auch auf den Nominierungslisten der Academy Awards finden werden, ist hoch.
Boris Sunjic, Los Angeles, 04.12.2003, 16:12
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