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"Nie mehr Popcornfilme"
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Die schöne Rachel Stein (Carice van Houten) nutzt ihre weiblichen Reize, um sich bei den Nazis einzuschleichen (Foto: NFP(Warner))
» Die Produktion des Kriegsdramas "Black Book" war sehr aufreibend. Würden Sie diese Erfahrung wiederholen wollen?
PAUL VERHOEVEN: Auf jeden Fall, denn so habe ich einen Film machen können, den ich wirklich mag. Keiner stellte meine kreativen Entscheidungen infrage wie die amerikanischen Studios, keiner zwang mir Kompromisse auf. Die ganzen Probleme habe ich längst vergessen.
Meine Frau sagt immer, ich sehe die Vergangenheit durch eine rosa Brille. Das einzig Aufreibende ist die Veröffentlichung. Weil "Black Book" unabhängig produziert wurde, muss ich zu jedem einzelnen Filmstart in die jeweiligen Länder reisen. Im letzten halben Jahr habe ich rund 30 Trips hinter mich gebracht.
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Der holländische Regisseur Paul Verhoeven genießt seine Freiheit von den Hollywoodstudios (Foto: NFP(Warner))
» Bei diesem Film konnten Sie nicht auf den organisatorischen Luxus einer Hollywoodproduktion zurückgreifen. War das störend?
Ich musste mich daran gewöhnen. Vorher war ich es gewohnt, mit einer Kamera zu arbeiten, die den Schauspielern durch die Szene folgte. Das erforderte aber eine sehr aufwendige Choreografie, und ich konnte die Dynamik der Szene beim Schnitt nicht mehr verändern.
So begann ich auch bei "Black Book". Doch mein Kameramann Karl-Walter Lindenlaub wies mich darauf hin, dass diese Methode viel zu langsam war und er überzeugte mich davon, mehrere Kameras einzusetzen. Dafür bin ich ihm wirklich dankbar. Das beschleunigte nicht nur die Arbeit, sondern gab mir viel mehr Wahlmöglichkeiten beim Schnitt. Künftig will ich nur noch so arbeiten.
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