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Oscar-Favoriten: Kidman und Day-Lewis nach BAFTAs vorne
Brachte auch schon aus Berlin einen Silbernen Bären mit: Nicole Kidman
Denn wer heute 100 Euro darauf setzt, dass Daniel Day-Lewis für seinen hypnotisierenden Auftritt als Iren-Schlächter Bill the Butcher in "Gangs of New York" den Oscar als Bester Hauptdarsteller gewinnt, dem zahlen die Wettbüros nach der neuesten Quote bei Gewinn nur mickrige 110 Euro aus. Damit hat Day-Lewis den alten Kempen Jack Nicholson abgelöst, der vor der BAFTA-Verleihung mit seinem Auftritt als desillusionierter Rentner in "About Schmidt" quotenmäßig noch klar vor Day-Lewis gelegen hatte.
Bei den Damen nahm Nicole Kidman am Sonntag für "The Hours" den begehrten Preis der British Academy of Film and Television Arts mit nach Hause. Sie war zwar schon vorher Favoritin der "Bookies" auf den Oscar als Beste Hauptdarstellerin, aber ihre Quote wurde nach ihrem Triumph von Sonntag noch einmal auf 6 für 4 nach unten korrigiert (60 Euro Gewinn bei 40 Euro Einsatz).
Bemerkenswert: Als Bester Film wurde in London zwar Roman Polanskis "Der Pianist" ausgezeichnet, doch der Quotensieger im Hinblick auf L.A. war das Musical-Feuerwerk "Chicago". Hier sank die Quote für einen US-Oscar als Bester Film auf 7 für 4. Grund dafür ist der BAFTA-Award als Beste Nebendarstellerin für Catherine Zeta-Jones - die übrigens auch in Hollywood in dieser Kategorie nominiert ist.
Die BAFTA-Verleihung, diesmal von einem gewohnt brillanten Stephen Fry moderiert, findet erst seit zwei Jahren vor den Oscars statt. Die Gentlemen zu London wollten den wichtigen europäischen Filmpreis aufwerten, indem sie ihn durch die Vorverlegung als Barometer für den großen US-Bruder etablierten. Operation gelungen.
Eines waren die Oscars allerdings schon immer: Das weltweit wichtigste Event für Wettsüchtige, das nichts mit Sport zu tun hat.
25.02.2003, 00:18
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