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Jung und rebellisch

Patrick Stewart will kein weiser Onkel sein

Groß, glatzköpfig, gütig dreinblickende Augen - dieser Mann ist die ideale Vaterfigur.

Patrick Stewart und sein Gameboy mit Gedankensteuerung (Foto: Fox) Großansicht

Patrick Stewart und sein Gameboy mit Gedankensteuerung (Foto: Fox)

Kein Wunder, dass Patrick Stewart als moderner Papa Schlumpf in Rot-Schwarz schützend seine Hände über die Crew der neuen Enterprise breitete oder in "Robin Hood - Helden in Strumpfhosen" als gutherziger King Richard seinen Untertanen Recht und Ordnung zurückbrachte. Auch in Bryan Singers Comic-Verfilmung "X-Men" gab er den väterlichen Führer des geheimen Mutantenkreises in Gestalt des Rollstuhl fahrenden Professor Xavier.

Doch die Realität sieht bei Stewart ganz anders aus. Über die Dreharbeiten zur Fortsetzung "X-Men 2" verriet er nun:

"Ich werde oft gefragt, ob ich auch am Set so etwas wie eine Vaterfigur für die anderen bin. Da kann ich nur sagen: Mitnichten! Dazu bin ich viel zu jung, attraktiv und rebellisch!"

Daddeln statt Rätseln

Auch das Warten auf die nächste Szene verkürzt er sich nicht etwa mit klassischer Musik oder dem Kreuzworträtsel der Times:

"Nein, ich hol meinen Gameboy raus und zocke 'ne Runde Tetris."

Sieht also aus, als müsste für einen etwaigen dritten Teil der Comic-Saga ein anderer in die Rolle des Übervaters am Set schlüpfen. Altersmäßig bliebe da nur Ian McKellen, der in den "X-Men"-Filmen den Bösewicht Magneto spielt. Als adeliger "Sir" wäre er dafür geradezu prädestiniert...

Boris Sunjic, Los Angeles, 30.12.2003, 15:32
 
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