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Geiselbefreiung vor Somalia

Piratenschießerei im Kino

Sowas gibt's doch nur im Film, dachten sich viele, als die Geschichte der spektakulären Befreiung eines Frachterkapitäns aus der Gewalt von Piraten weltweit durch die Nachrichten ging.

Legt sich mit Freibeutern an: Kevin Spacey (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Legt sich mit Freibeutern an: Kevin Spacey (Foto: Kurt Krieger)

Am 12. April töteten Scharfschützen drei Piraten durch Kopfschüsse und ein Sonderkommando der US-Navy konnte Captain Richard Phillips befreien - obwohl dieser mit einem Gewehrlauf im Rücken bedroht wurde. Weil das schon wie aus einem Hollywood-Drehbuch klingt, kommt die spektakuläre Rettungsaktion nun tatsächlich ins Kino: Kevin Spacey, der Edelmime, Theaterleiter und Filmproduzent, hat sich die Rechte an der Geschichte des berühmten Seefahrers gesichert. Und die Titelrolle wäre natürlich perfekt für den Ausnahmeschauspieler.

Denn Seebär Richard Phillips ist ein echtes Original, er soll während seiner Tortur noch nicht einmal den Humor verloren haben. Dabei wurde er tagelang in einem Rettungsboot gefangengehalten und als er versuchte davonzuschwimmen, eröffneten die Piraten das Feuer und fingen ihn wieder ein. Als Phillips jedoch nach der Rettung mit seiner Frau telefonierte, lachte diese nach seinen Schilderungen erstmal lauthals los.

Zuvor hatten die Piraten etwa 350 Seemeilen vor der somalischen Küste Phillips' Frachter "Maersk Alabama" gekapert, die Besatzung bedroht und schließlich den Kapitän als Geisel auf ihre Flucht per Rettungsboot genommen. Auch nach der spektakulären Rettungsaktion kommt es vor der afrikanischen Küste immer wieder zu ähnlichen Zwischenfällen - viel Stoff für Hollywood...

sun, Los Angeles, 29.05.2009, 14:52
 
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