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Großzügig

Ralph Fiennes als Wohltäter

Zell Kravinsky wollte nie Millionär werden. Deshalb verschenkte er die ungeliebten Scheine an Menschen, die dringender Geld brauchten als er.

Verschenkt demnächst im Kino Geld und Organe: Ralph Fiennes (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Verschenkt demnächst im Kino Geld und Organe: Ralph Fiennes (Foto: Kurt Krieger)

Vor drei Jahren berichtete das US-Magazin "New Yorker" über den aus Pennsylvania stammenden Wohltäter. Der Artikel dient nun als Vorlage für die Verfilmung von Kravinskys Geschichte. "The Gifted" wird das Drama heißen, Ralph Fiennes übernimmt die Hauptrolle.

Noch vor 15 Jahren war Zell Kravinsky Dozent an der Universität von Pittsburgh. Dann entschloss er sich, in Immobilien zu investieren und wurde reich - sehr reich.

Doch Kravinky war nicht glücklich als Millionär: "Die 15 Millionen Dollar brannten ein Loch in meine Tasche", erzählt der heute 51-Jährige. "Ich musste sie loswerden." Zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern beschloss er, das Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. Die Familie behielt für sich selbst nur ein kleines Häuschen.

Ehekrach um eine Niere

Doch damit nicht genug. Der Menschenfreund ließ sich 2003 eine Niere entfernen mit der Bitte, sie solle einem schwarzen Patienten mit geringem Einkommen eingepflanzt werden. Kravinsky hat den Empfänger nie kennengelernt.

Kravinskys Freunde waren wenig begeistert von dessen anonymer Großzügigkeit. Seine Frau drohte ihm sogar mit Scheidung. "Sie hatte Angst, dass etwas schiefgeht und unsere Kinder ohne Vater aufwachsen müssen", erklärte der Investmentbanker. "Ich wollte nicht, dass sie mich verlässt, aber ich musste es tun."

Wenn sie die Lebensgeschichte ihres Mannes auf der großen Leinwand sieht, wird Kravinskys Ehefrau sicher versöhnt sein. Inszeniert wird "The Gifted" von Nachwuchsregisseur Jacob Aaron Estes. Die Dreharbeiten sollen im Frühling in New York beginnen.

sto, New York, 27.11.2006, 16:45
 
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