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Verwirrung in Cannes

"Rambo V": Promo-Plakat trotz Stallones Absage

"Ich bin zu 99 Prozent sicher, dass es Rambo endgültig hinter sich hat!"

Erstaunen in Cannes: Ein offizielles Plakat zu Großansicht

Erstaunen in Cannes: Ein offizielles Plakat zu "Rambo V" - trotz gegenteiliger Aussagen von Sylvester Stallone! (Foto: Millenium Films)

So äußerte sich Sylvester Stallone letzte Woche zum Aus für "Rambo V". Doch möglicherweise reicht die eine Prozent große Restchance nun doch aus, damit die Ein-Mann-Armee ein fünftes Mal ins Feld zieht: Auf den Filmfestspielen in Cannes prangt am Infostand der Produktionsfirma Millenium Films, die zuletzt auch den vierten Teil "John Rambo" an den Mann brachte, ein großes Plakat für "Rambo V"! Dieses verspricht den Kinostart für 2011.

Sylvester Stallone hatte inhaltliche Überlegungen als Grund für Rambos Rente angegeben: Nach dem Einsatz in Burma in "John Rambo" hätte ein weiterer Einsatz den Veteranen langsam wie einen x-beliebigen Söldner erscheinen lassen, sagte Sylvester Stallone. Zudem wolle er sich lieber auf eine Fortsetzung seines Action-Krachers "Expendables" konzentrieren, in dem Stallone demnächst Seite an Seite mit den Action-Haudegen Jason Statham, Dolph Lundgren, Jet Li, Mickey Rourke und Steve Austin zu sehen ist. Sogar Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind kurz in Gastauftritten zu sehen.

"Rambo V": Wer hilft Stallone bei der Story?

Möglicherweise hakt es bei "Rambo V" aber auch am Drehbuch, das Sylvester Stallone wie zuletzt bei "Rocky Balboa" und "Rambo IV" selbst verfassen wollte und dessen Inhalt er alle Nase lang änderte: Zunächst sollte sich der fünfte Film um Menschenhandel an der Grenze zwischen den USA und Mexiko drehen, dann sollte eine Stadt, aus der junge Frauen verschwinden, im Mittelpunkt stehen und zuletzt hieß es, Rambo müsse gegen außer Kontrolle geratene Supersoldaten antreten, deren Gehirne für übermenschliche Kampfkraft manipuliert wurden.

Vielleicht sollte sich Stallone einfach an einen Drehbuchautoren wenden, der ihm in Sachen Story aus der Patsche hilft. Denn so effektiv Sly als Action-Darsteller auch sein mag - sein letztes richtig gutes Drehbuch stammt aus dem Jahr 1976: "Rocky"!

sun, Cannes, 14.05.2010, 12:26
 
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