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Privatvorführung

Redford trifft Che Guevaras Witwe

Der Mann hat seinen eigenen Kopf...

Scheut nach wie vor kein Risiko: Robert Redford (Foto: UIP) Großansicht

Scheut nach wie vor kein Risiko: Robert Redford (Foto: UIP)

...und dazu eine klare politische Position: Robert Redford hat sich schon einmal Ärger mit den US-Behörden eingehandelt, als er 1988 Fidel Castro in Kuba besuchte. Nach seiner Rückkehr musste der Hollywood-Veteran einige unangenehme Fragen zur Motivation seiner Reise beantworten.

Doch davon lässt sich der unerschrockene Querdenker nicht abschrecken. Noch bis Sonntag läuft in Park City sein Sundance Film Festival, die wichtigste US-Plattform für Independent-Produktionen. Danach wird sich Redford erneut auf den Weg nach Kuba machen - und einen der größten Festival-Erfolge mitbringen:

"The Motorcycle Diaries" wurde in den USA am Samstag mit stehenden Ovationen gefeiert und war auch in der engeren Auswahl für das Programm der diesjährigen Berlinale. Der autobiographische Film, den Redford mit produziert hat, erzählt anhand der Tagebücher von Ernesto "Che" Guevara von einer Reise des Revolutionsführers durch Südamerika. Als 23-jähriger Medizinstudent hatte dieser in den 50er Jahren mit seinem besten Freund Alberto Granado auf dem Motorrad fast den gesamten Kontinent durchquert.

Der Unbeugsame

Der Film zeigt angeblich Verbindungen zwischen den Erfahrungen auf dieser Reise und der politischen Ideologie Guevaras auf. Nun will Redford das Werk auch in Kuba zeigen - und zwar keiner Geringeren als Aleida March, der Witwe Guevaras.

Bei der derzeitigen politischen Stimmung in den USA kann sich der selbsternannte Kulturbotschafter schon mal darauf gefasst machen, dass die "unangenehmen Fragen" bei seiner Rückreise diesmal noch ein ganzes Stück unangenehmer ausfallen werden als vor 16 Jahren...

Boris Sunjic, Park City, 22.01.2004, 12:46
 
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