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Horror-Kult

Ridley Scott dreht zwei neue "Alien"-Filme in 3D

"Alien" mit der 3D-Technik von "Avatar"? Ridley Scott hat soviel Lust, sein Publikum zu schocken, dass er es gleich zweimal macht ...

Ausfahrbare Kauleiste und springende 'Gesichtsklammerer': Ridley Scotts Großansicht

Ausfahrbare Kauleiste und springende 'Gesichtsklammerer': Ridley Scotts "Alien" ist wie gemacht für 3D-Terror im Kino (Foto: Fox)

Tony Scott ("Top Gun", "True Romance") kennt Gnade mit seinem Publikum: "Ich drehe nicht in 3D", sagte er in einem Interview mit kino.de, "denn bei meiner Art zu schneiden würde die Leute reihenweise mit Herzinfarkten aus den Kinosesseln kippen". Bruder Ridley Scott ist der Meister der großen Bilder und hat die Filmgeschichte mit Meilensteinen gepflastert: "Der Blade Runner", "Thelma & Louise" und "Gladiator", um nur einige Beispiele zu nennen. Seinen Ruhm begründete er 1979 mit "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt".

Kumpel James Cameron drehte die Forsetzung "Aliens - Die Rückkehr" und versetzte die Filmwelt neulich mit "Avatar" ins 3D-Fieber. Mit Camerons Technik wiederum kehrt Ridley Scott zu seinen "Alien"-Wurzeln zurück. Der Kreis schließt sich - und die Skrupel seinen kleinen Bruders Tony sind ihm völlig fremd.

"Alien"-Design perfekt fürs 3D-Kino, Ridley Scott wird schocken

"Natürlich wird es in 3D sein" gab Ridley Scott während der Werbetour für seinen neuesten Film "Robin Hood" (mit Russell Crowe) bekannt. Und fügte hinzu, dass sein neues "Alien"-Werk wahrscheinlich direkt in 3D gedreht wird und die dritte Kinodimension nicht erst in der digitalen Nachbearbeitung verpasst bekommt. Das ist gut, denn bei "Kampf der Titanen" wurde so verfahren und das empfanden viele Kinofans als faulen Zauber. Aber Ridley Scott sieht in James Camerons Technik auch Schwächen für sein Projekt: Die 3D-Kameras können in schwachem Licht nicht arbeiten und "Alien" lebt von Dunkelheit und Schatten. Hier würde er nach dem Dreh doch noch einiges nachbearbeiten müssen.

Die "Aliens", einst vom Konzeptkünstler H.R.Giger entworfen, sind jedenfalls wie gemacht für das neue 3D-Kino: Herausschnellende Doppelkiefer, peitschende Stachelschwänze, springende Gesichtsklammerer - und berstende Brustkörbe, aus denen die Biester direkt in die Popcorntüten des Kinopublikums hechten. Die Vorstellung gefällt Ridley Scott so gut, dass ihm nur ein neuer "Alien" nicht genügt: "Es werden zwei Filme sein", verriet er. "Wir erzählen die Vorgeschichten eins und zwei. Danach schließt dann die Story von "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt"" an.

hafu, Los Angeles, 26.04.2010, 08:56
 
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