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Sir Roger Moore

Ritter mit Lampenfieber

Ohne mit der Wimper zu zucken hat Roger Moore als James Bond sechs Mal die Welt gerettet. Die Dankesworte russischer und amerikanischer Staatslenker nahm er in seinen Filmen cool lächelnd entgegen. Doch als ihn jetzt die Queen zum Ritter geschlagen hat, schlotterten dem Briten gehörig die Knie.

Vom Top-Agenten zum Ritter: Roger Moore (Foto: Concorde) Großansicht

Vom Top-Agenten zum Ritter: Roger Moore (Foto: Concorde)

Für sein unermüdliches Engagement beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde Roger Moore am Dienstag von Königin Elizabeth im Buckingham Palace zum Knight of the British Empire ernannt. Er ist somit der zweite 007-Darsteller nach Sean Connery, der sich ein aristokratisches Sir auf seine Visitenkarte schreiben darf.

Der 75-jährige Brite zeigte sich nach der Ehrung überglücklich und war auch sichtlich stolz darauf, sich nun Ritter Roger nennen zu dürfen. In einem Interview nach der Zeremonie gestand er: "Noch nie zuvor hatte ich solches Lampenfieber. Als ich realisiert habe, welche Ehre mir zuteil wird, hatte ich fast einen Nervenzusammenbruch."

Geld stinkt nicht

Besonders gerührt war er aber von den persönlichen Worten, die die britische Königin an ihn richtete: "Ihre Majestät sagte, dass ich mich grämen muss, wenn mich die Menschen nur als 007 sehen, obwohl ich mich schon seit Jahren für wohltätige Zwecke einsetze. Ich soll mich darüber nicht aufregen: Schließlich habe ich so gutes Geld verdient."

Moore arbeitet seit 1991 als Botschafter für die UNICEF und setzt sich außerdem für Kinder in Not ein.

London, 09.10.2003, 17:19
 
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