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Twilight-Kritik

Robert Pattinson findet Vampire hässlich

Hübsch geht anders!

Vampire sehen ungesund aus, findet Großansicht

Vampire sehen ungesund aus, findet "Twilight"-Star Robert Pattinson (Foto: Kurt Krieger)

Für Millionen Teenager ist er der Traummann: Robert Pattinson alias Edward Cullen, der demnächst in "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht 1" die Kinos entert. Erst die Rolle als Twilight-Vampir hat den Schauspieler zum abgöttisch verehrten Frauenschwarm gemacht. Doch Pattinson selbst findet Blutsauger alles andere als anziehend:

"Ich habe noch nie einen Vampirfilm gesehen, in dem Vampire attraktiv gewesen wären", erklärt Robert Pattinson. "Die Figuren sehen deutlich schlechter aus als im normalen Leben mit diesem blassen Makeup und den Vampirzähnen. Die Begeisterung für Vampire habe ich nie verstanden, die Leute sind davon regelrecht besessen - und ich verstehe überhaupt nicht, warum."

Doch Pattinson geht es dabei nicht nur um Untote im Allgemeinen, sondern auch ganz konkret um Edward Cullen: "Was mich an ihm stört, ist, dass er von Fans als der perfekte Mann wahrgenommen wird. Ich wollte eigentlich viel mehr seiner Fehler und Unzulänglichkeiten zeigen, aber dann wirst Du von allen Seiten mit dieser unausgesprochenen Erwartung konfrontiert, dass das nicht geht, weil alle denken 'Nein, er muss einfach perfekt sein!'"

Verschwiegene Putzfrau verzweifelt gesucht

Möglicherweise ist Roberts Abneigung gegen seine Filmfigur aber schlicht stressbedingt. Die Werbetour für den ersten Teil des Twilight-Finales "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht" beschert ihm viele Reisen und Termine und dazu kommen noch die Edward-Fans, mit denen sich Pattinson zunehmend schwer tut:

"Es geht schon bei der Wohnungssuche los, ich denke da inzwischen wie ein Verbrecher auf der Flucht oder ein Undercover-Agent der CIA: Ich mache mir dauernd Sorgen, dass mich jemand ausspionieren könnte. Ich stelle mir Fragen wie 'Was ist mit den Parkplätzen auf der Straße, kann man von dort ins Haus hinein sehen? Wenn man vor dem Haus parken kann, dann geht das gar nicht!' Oder ich kann niemand anstellen, der für mich putzt, und muss genau überlegen, welche Gäste ich ins Haus einlade, damit auch niemand verrät, wo ich wohne."

Dass Robert Pattinson bei dem Twilight-Hype der letzten Jahre ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann man durchaus verstehen - schließlich kommt zu seinen fanatischen Verehrern auch noch der extreme Rummel um seine Beziehung mit Kollegin Kristen Stewart.

Ob man Robert Pattinson wünschen soll, dass der Trubel abklingt, wenn Ende nächsten Jahres auch der zweite Teil von "Breaking Dawn" ins Kino kommt? Denn ob Pattinson abseits von Twilight an seine Kinoerfolge anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Und Ruhm ist eine Droge, von der man sich nicht so leicht entwöhnt…

brzo, Los Angeles, 22.11.2011, 14:08
 
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