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Schnuller statt Knarre

Sam L. Jackson als Kindermädchen

Würden Sie ihre Kinder einem Mann anvertrauen, auf dessen Geldbeutel groß und breit "Bad Motherfucker" steht?

Keine Angst, der Onkel beißt nicht... (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Keine Angst, der Onkel beißt nicht... (Foto: Kurt Krieger)

Seit Samuel L. Jackson in "Pulp Fiction" den knallharten Killer gab, gilt er als Inbegriff der Coolness. Doch in seinem neuen Film "Man that Rocks the Cradle" wird der Mann, der Jules Winnfield war, so zahm, dass in seiner Gegenwart Kleinkinder friedlich ins Schlummerland reisen. In der Komödie spielt Jackson einen Profi-Betreuer aus den Südstaaten, dem ein Ruf als wahrer Kinderflüsterer vorauseilt. Davon hört auch ein gestresster allein erziehender Vater von vier Kindern und heuert den Schnuller-Experten für seine Brut an.

Außerdem hat Jackson gleich noch ein weiteres Projekt am Start, das sich schon eher in seine übliche Rollenwahl fügt. In "Soul Men" spielt Sam mit Bernie Mac aus den "Ocean's"-Filmen ein Duo von abgetakelten Background-Sängern, die sich auf den Tod nicht ausstehen können. Zwanzig Jahre haben sich die Streithähne nicht gesehen, doch dann stirbt der Frontmann der Gruppe, bei der die beiden einst die Harmonien trällerten. Klar, dass ihm zu Ehren ein Tribute-Konzert angesetzt wird, und, wie es der Zufall will, begegnen sich die beiden verfeindeten Sänger auf ihrer Anreise quer durch die Staaten.

Rock'n'Roadmovie

Das Besondere daran: Sowohl Bernie Mac als auch Samuel L. Jackson werden in "Soul Men" selbst singen und tanzen. Für Jackson sollte das kein Problem sein, denn er hat schon in "Black Snake Moan" bewiesen, dass ihm der Blues aus jeder Pore tropft.

sun, Los Angeles, 29.11.2007, 15:50
 
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