News

Wacker

Sarandon und Penn treten in Hungerstreik

Die beiden Schauspieler Susan Sarandon und Sean Penn sind für ihr politisches Engagement bekannt und gehen dafür teilweise sehr ungewöhnliche Wege.

Kämpfen gegen den Krieg: Susan Sarandon und Sean Penn (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Kämpfen gegen den Krieg: Susan Sarandon und Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

Jetzt schlossen sich Sarandon und Penn einer Initiative an, die mit einem Hungerstreik gegen den Irakkrieg und die damit verbundenen Opfer auf beiden Seiten demonstriert. Die CodePink-Organisation veranstaltet den Protest, bei dem landesweit mehr als 3000 Menschen mitmachen wollen. Am Vorabend des amerikanischen Unabhängigkeitstags begannen vor dem Weißen Haus in Washington 150 Aktivisten das Fasten mit einem symbolischen letzten Mahl. Danach wollen sie 24 Stunden fasten, bis sie von einem Gleichgesinnten quasi abgelöst werden.

Der Hungerstreik soll zumindest bis zum internationalen Friedenstag am 21. September dauern, manche wollen sogar solange kein Essen zu sich nehmen, bis die amerikanischen Truppen den Irak verlassen haben. Susan Sarandon hatte bereits den Muttertag vor dem Weißen Haus verbracht, um mit anderen Müttern, deren Kinder als Soldaten im Nahen Osten dienen, gegen den Militäreinsatz zu demonstrieren.

Waghalsiger Einsatz

Sean Penn ging sogar noch einen Schritt weiter und reiste selbst in den Irak, musste dafür aber einige Kritik einstecken. Hämisch wurde auch sein Versuch kommentiert, Überlebende des Hurrikans Katrina aus ihren Häusern in New Orleans zu retten. Kritisiert wurde vor allem, dass sein Schlauchboot schon mit seinen eigenen Leuten samt Fotografen voll belegt war. Die Krönung war natürlich, als sein Boot leckte und Penn plötzlich Wasser schöpfen musste.

Kate Hudson stößt solch publicityträchtiges Engagement sauer auf, denn sie hält es für reinen Selbstzweck. Die Aktrice ist froh, dass sie sich nicht in die Schauspielerriege eingereiht hat, die mit Kleidung oder Spielzeug beladene Lkw nach Louisiana fuhren. Denn Hudson bevorzugt den dezenteren Weg:"Ich würde da eher meinen Mund halten und es etwas anders angehen, so dass man mich dort nie wegen Hilfsaktionen zu Gesicht bekommen würde." Was der wirksamere Weg ist, ließ sie jedoch offen…

cma, Washington, 04.07.2006, 16:57
 
Hoch Runter
 

facebook