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Harter Stoff

Sean Penn dreht Drama über Blutbad

Mit heiklen Themen kennt sich dieser Regisseur aus.

Nicht nur seine Filme sind politisch engagiert: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nicht nur seine Filme sind politisch engagiert: Sean Penn (Foto: Kurt Krieger)

In seinen Filmen hat sich Regielegende Oliver Stone bereits mehrmals mit den dunklen Kapiteln der amerikanischen Geschichte beschäftigt: In "JFK - Tatort Dallas" untersuchte er die mysteriösen Umstände der Ermordung John F. Kennedys, in "Nixon" behandelte er Aufstieg und Fall des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon, und jüngst thematisierte er in "World Trade Center" die Anschläge vom 11. September.

Nun wagt sich Stone erneut an ein heißes Eisen. Sein historisches Drama "Pinkville" befasst sich mit einem der schlimmsten Kriegsverbrechen der Amerikaner, dem Massaker von My Lai. Dabei kann der Regisseur auf prominente Unterstützung hoffen: Charakterdarsteller Sean Penn wird eine der Hauptrollen übernehmen.

Vertuschungsversuche

Über 500 unbewaffnete Zivilisten wurden getötet, als am 16. März 1968 eine amerikanische Infanteriebrigade während des Vietnamkriegs ein kleines Dorf stürmte. Man vermutete dort Guerillakämpfer des Vietkong oder zumindest deren Unterstützer.

Die Soldaten vergewaltigten die Einwohnerinnen und erschossen fast die gesamte Dorfbevölkerung, darunter viele Frauen und Kinder. Nur ein einziger Hubschrauberpilot verweigerte den Befehl zum Mord und drohte, seine Kameraden mit dem an Bord befindlichen Maschinengewehr zu töten, wenn sie das Massaker nicht beendeten. Auf diese Weise konnten elf Personen gerettet werden.

Später versuchten die Offiziere, den Vorfall zu vertuschen. Erst anderthalb Jahre danach gelangte die Nachricht vom Kriegsverbrechen in My Lai an die Öffentlichkeit. Vor allem die schockierenden Bilder der Bluttat führten zu zahlreichen Antikriegsdemonstrationen rund um den Globus. An der Stelle, an der einst das Dorf My Lai war, erinnert heute ein Dokumentationszentrum an die Opfer.

sto, Los Angeles, 13.06.2007, 16:58
 
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