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Shia LaBeouf wäre so gern wie George Clooney
Im Grunde könnte Shia LaBeouf ja mit der Gesamtsituation zufrieden sein. Ist er aber nicht. Der "Transformers"-Star fühlt sich von Fans und Medien ungeliebt und wäre lieber wie sein Kollege George Clooney. Der wird immer nur angehimmelt, egal was er sagt und tut.
Ohne Zweifel haut sich LaBeouf mit schöner Regelmäßigkeit Kratzer ins Image. Da wären, um nur drei zu nennen, ein Autounfall mit zertrümmerter Hand, ein nächtlichtes Apotheken-Drama und Anfang des Jahres die kapitale Kneipenschlägerei mit einem Fan. Jetzt gibt Shia LaBeouf zu, dass er besser seine Probleme wie George Clooney gelöst hätte: mit Diplomatie, um die öffentliche Gegenreaktion zu vermeiden.
Logik à la LaBeouf: George Clooney ist beliebt, weil verlogen
Scheinbar zerknirscht gibt Shia LaBeouf zu: "Mir fehlt die nötige innere Gelassenheit. Mein 'Bullshit-Meter' ist sehr empfindlich eingestellt. Ich wäre gern George Clooney - diplomatisch." Der ist kein schlechtes Vorbild, sofern man es ernst meint.
"Sobald Stress beginnt, bin ich nämlich schonungslos ehrlich", klagt Shia LaBeouf. "Ich sage dann: 'Ich möchte jetzt nicht fotografiert werden!' Bin ich ein Arschloch, nur weil ich ehrlich bin? Oder bin ich nicht eher ein Arschloch, wenn ich verlogen in die Kamera grinse und es gleichzeitig verdammt nochmal hasse? Was ist schlimmer? Das sind Fragen, die ich mir stelle und mit denen George Clooney kein Problem hat."
Vielleicht liegt es daran, dass Clooney nicht unehrlicher, sondern schlauer ist: Er bleibt auch im heftigsten Blitzlichtgewitter stets Gentleman und nutzt das für ein positives Image. Der Effekt hilft ihm, um seinem persönlichen Engagement Öffentlichkeit zu geben: 'Private' Fotos zeigen ihn dann in Krisengebieten wie zuletzt im Sudan. Mehr Diplomatie wird Shia LaBeouf kaum helfen - mehr Klasse ist angesagt.
Hans Fuchs, Los Angeles, 30.06.2011, 06:51
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