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Sir Peter Ustinov gestorben
In der Tat erscheint kaum eine Karriere so vielseitig, produktiv und imposant wie die des britischen Allroundtalents. Der 1921 als Sohn eines russisch-stämmigen deutschen Journalisten und einer französischen Bühnenbildnerin in London geborene Peter Ustinov debütierte 1939 mit eigenen Sketchen und satirischen Revuen, bevor er 1940 seine erste Filmrolle erhielt.
Sein überzeugender Auftritt als trotteliger Kaiser Nero in "Quo Vadis" aus dem Jahr 1951 brachte ihm nicht nur eine Oscar-Nominierung und damit den Durchbruch in Hollywood, sondern markierte auch den Startschuss für eine Folge glänzender Rollen und Trophäen: So wurde er für den Part des skrupellosen Sklavenhändlers an der Seite von Kirk Douglas in "Spartacus" (1960) und als ausgekochter Meisterdieb im Agententhriller "Topkapi" (1964) unter anderem mit dem Oscar belohnt.
Gespür für gute Rollen
Gleichermaßen beliebt war auch seine Darbietung als belgischer Meisterdetektiv Hercule Poirot in den zahlreichen Agatha Christie-Verfilmungen wie "Tod auf dem Nil" (1978) und "Das Böse unter der Sonne" (1982). Auf eine einzige Rolle festlegen ließ er sich trotzdem nie.
Zuletzt eroberte der Kosmopolit als Friedrich der Weise in "Luther" die Leinwand. "Wir können lernen zu glauben. Nicht den religiösen Glauben, sondern den Glauben an sich selbst." Dieses Resümee zog der Brite aus seinem letzten Film. Wahrlich mit Stolz konnte Sir Peter Ustinov auf sein Lebenswerk zurückblicken, bevor er am Sonntagabend im Alter von 82 Jahren verstarb.
Der gesundheitliche Zustand des engagierten UNESCO und UNICEF-Botschafters, der seit Jahrzehnten am Genfer See in der Schweiz lebte, hatte sich in den letzten Monaten zunehmend verschlechtert, so dass er an der Verleihung des Bremer Hansepreises für Völkerverständigung im Februar schon nicht mehr teilnehmen konnte.
slg, Genfer See, 29.03.2004, 13:49
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