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Stan Lee

"Spider Man"-Erfinder verklagt Conan, den Barbaren

Bis aufs letzte Hemd will Stan Lee den Barbaren Conan ausplündern. Das Timing des alten Comic-Genies ist perfekt, doch viel gibt's nicht zu holen ...

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"Spider Man"-Schöpfer Stan Lee will "Conan" besiegen - vor Gericht (Foto: Warner)

Mit dem Schwert ist "Conan" nicht zu besiegen. Deshalb greift Stan Lee zur einzigen Waffe, mit der man den grimmigen Barbaren zur Strecke bringen kann: Anwälte. Der Schöpfer zahlreicher Helden wie "Iron Man" oder "Spider Man" fordert Einnahmen aus dem gerade in den USA angelaufenen "Conan"-Remake. Und zwar alle Einnahmen.

Es geht natürlich um die Rechte an "Conan". Das vom mittlerweile 88-jährigen Superheldenpapa gegründete Unternehmen 'Stan Lee Media' hielt diese Rechte. Als die Firma im Jahr 2001 Konkurs anmelden musste, wurde einer von Lees Anwälten gierig: In einem illegalen Deal verhökerte er die "Conan"-Rechte an eine Produktionsfirma, die den aktuellen Film zu entwickeln begann. Es dauerte allerdings 10 Jahre, bis es Jason Momoa in der legendären Schwarzenegger-Rolle auf die Leinwand schaffte.

Keine fette Beute: Barbar "Conan" hat im Kino kaum geplündert

Aber Stan Lee konnte warten. Tatsächlich reichte er erst in diesem Jahr am 19. August seine Klage ein - exakt der Tag, an dem "Conan" in den amerikanischen Kinos anlief. Offensichtlich war Lee nicht daran interessiert, die Produktion des Filmes zu verhindern, sondern sämtliche Einnahmen daran einzusacken. Doch die Dekade Geduld und der clevere Schachzug werden sich kaum lohnen: Der Film hat bis jetzt gerade mal 10 Millionen Dollar eingespielt, aber 90 Millionen gekostet. Einem nackten Barbaren kann man leider nicht in die Tasche greifen ...

In Deutschland startet "Conan" am 8. September.

Hans Fuchs, Los Angeles, 25.08.2011, 08:26
 
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