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Moralpredigt

Spielberg in Ungnade gefallen

Das neue Werk des Kultregisseurs handelt von dem Attentat während der Olympischen Spiele in München 1972, bei dem elf Israelis ums Leben kamen.

Sammelt fleißig Minuspunkte: Steven Spielberg (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Sammelt fleißig Minuspunkte: Steven Spielberg (Foto: Kurt Krieger)

Noch bevor der Thriller "München" überhaupt im Kino angelaufen ist, hagelt es bereits heftige Kritik. Regisseur Steven Spielberg wird nämlich beschuldigt, in seinem Film eine falsche Botschaft zu vermitteln.

Zudem bezeichnete der israelische Generalkonsul in Los Angeles, Ehud Donach, den Film als oberflächlich und anmaßend: "'München' wird zweifelsohne ein Hollywood-gerechter Blockbuster. Dennoch ist es schlichtweg falsch, einen langwierigen und äußerst delikaten Konflikt mit dem oberflächlichen Heldentum eines Mossad-Kommandanten abzutun", so der Staatsmann.

"München" basiert im Wesentlichen auf dem Roman "Vengeance: The True Story of an Israeli Counter-Terrorist Team" von George Jonas. Im Film spielt "Troja"-Star Eric Bana einen Mossad-Agenten, der mit der Tötung jener Terroristen beauftragt wird, die das Attentat auf die israelischen Athleten im Olympischen Dorf verübten.

Standpauke für Spielberg

Neben diversen Kritikern, die "München" als langweilig und belanglos bezeichneten, meldete sich auch der jüdische Schriftsteller Jack Engelhard zu Wort. Auch er war nicht sonderlich gut auf den Filmemacher zu sprechen: "Spielberg ist kein Freund Israels. Er ist kein Freund erwiesener Tatsachen", so Engelhard.

Steven Spielbergs Filmprojekt steht wahrlich unter keinem guten Stern. Zumal er in jüngster Vergangenheit bereits bei den Dreharbeiten in Ungarn einige Anwohner mit seiner arroganten Vorgehensweise erzürnte.

Bleibt lediglich abzuwarten, wie das Publikum auf sein neues Filmprojekt reagiert. Am 23. Dezember ist Stichtag.

mpp, Los Angeles, 13.12.2005, 17:39
 
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