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Portrait

Stone dreht Film über George W. Bush

Fair soll der Film werden, nicht etwa Bush-kritisch oder gar hetzerisch. Oliver Stone, der den amerikanischen Imperialismus in Filmen wie "Platoon" und "Geboren am 4. Juli" heftig kritisierte, will ausgerechnet über George W. Bush einen objektiven Film drehen.

Ob man Oliver Stone glauben darf? Angeblich wird er George W. nicht kritisieren (Foto: Falcom) Großansicht

Ob man Oliver Stone glauben darf? Angeblich wird er George W. nicht kritisieren (Foto: Falcom)

Für Filme über historische Personen und Ereignisse ist Oliver Stone Experte. Sein neuestes Projekt, "Bush", ist bereits Stones dritter Film über einen amerikanischen Präsidenten - "JFK" und "Nixon" hat er bereits portraitiert.

Angeblich will der Regisseur, im Gegensatz zu vielen seiner älteren Filme, bei "Bush" das Publikum nicht beeinflussen. Wo er in seinen Vietnam-Kriegsfilmen klare Aussagen gegen die Politk der amerikanischen Regierung getroffen hat, soll hier objektiv erzählt werden. "Es ist ein Blick hinter die Kulissen, wie es ist, in George W. Bushs Schuhen zu stecken," erklärt Stone.

Diese Erfahrung darf der "Planet Terror"-Darsteller Josh Brolin nun machen. Er wird in "Bush" die Hauptrolle übernehmen. "Josh sieht eigentlich besser aus als Bush, aber er hat dieses Charisma, das Amerikaner mit Bush verbinden, der hat auch etwas von einem alten Filmstar," begründet der Regisseur seine Wahl. Dabei steht Brolin der heutigen Politik des Präsidenten kaum neutral gegenüber. Ab März ist er in "Im Tal von Elah" zu sehen, einem Film, der den Irak-Krieg von seiner hässlichsten Seite zeigt.

Vom Alkoholiker zum Präsidenten

Auch von Stone ist weitreichend bekannt, dass er mit Bushs Politik alles andere als zufrieden ist. Trotzdem gibt er sich verständnisvoll, will hinter die Fassade blicken. Ganz besonders will der Regisseur sich darauf konzentrieren, wie Bush an die Macht gekommen ist. Dazu sollen einige wegweisende Ereignisse im Leben des amerikanischen Präsidenten hervorgehoben werden, um Bushs Weg von einem "alkoholsüchtigen Penner zum mächtigsten Mann der Welt" aufzuzeigen. Manch einer würde behaupten, das allein ist schon Kritik an Bush.

mga, Los Angeles, 21.01.2008, 17:06
 
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