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Stone verhandelt Doku mit Ahmadinedschad
Keine Frage, Star-Regisseur Oliver Stone packt die ganz heißen Eisen an: Gerade musste er sich schwere Vorwürfe anhören, weil er mit dem umstrittenen Präsidenten von Venezuela, Hugo Chavez, am roten Teppich der Filmfestspiele in Venedig flanierte, wo er die Doku "South of the Border" vorstellte. Nun hat Stone verraten, dass er mit Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad über eine weitere Polit-Dokumentation verhandelt - und der ist immerhin so etwas wie das schlimmste Feindbild für viele freiheitlich demokratisch denkende Menschen.
Im Mittelpunkt der Kritik stehen sein Atomprogramm, die Angriffe gegen westliche Staaten und Israel sowie der brutale Umgang mit politischen Gegnern, die ihm bei seiner angeblichen Wiederwahl Betrug vorwarfen und die Teilnahme an Gegendemonstrationen im schlimmsten Fall mit dem Leben bezahlten.
Stone hat schon in "Comandante" und "W. - Ein missverstandenes Leben" bewiesen, dass er um ein differenziertes Bild von Reizfiguren bemüht ist. Diesmal könnte das aber ein schier unmöglicher Ritt auf der Rasierklinge werden. Erstaunlicherweise kam aber aus Teheran bisher keine Absage. Stone begründet sein Interesse indes so: "Ich glaube, dass wir sogar einen Krieg mit dem Iran angefangen hätten, wenn wir nicht so viele Probleme im Irak hätten. Jedenfalls würden wir uns dann mehr um die Lage im Iran kümmern." Und hier will Stone nun offensichtlich den Anfang machen ...
sun, Los Angeles, Teheran, 08.09.2009, 14:05
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