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Empörung

Stone verteidigt 9/11-Projekt

Fünf Jahre nach den Anschlägen am 11. September 2001 finden die ersten Filme über die Katastrophe ihren Weg in die Kinos - obwohl zu Anfangs nie ein Film über den schwarzen Tag in Amerikas Geschichte gemacht werden sollte.

Glaubt an die heilende Kraft des Films: Oliver Stone (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Glaubt an die heilende Kraft des Films: Oliver Stone (Foto: Kurt Krieger)

Nach "Flug 93" von Paul Greengrass kommt nun auch Oliver Stones "World Trade Center" mit Nicolas Cage ins Kino. Und wie Greengrass muss Stone viel harte Kritik ertragen.

"World Trade Center" erzählt die wahre Geschichte zweier Feuerwehrmänner, die bei dem Versuch, Menschen aus den brennenden Türmen zu befreien, selbst verschüttet werden. Durch den hartnäckigen Rettungseinsatz ihrer Kollegen können sie gefunden werden, bevor ihnen der Sauerstoff ausgeht.

Nachdem bereits bei den ersten Trailern zu "United 93" Menschen in den USA schockiert die Kinosäle verließen, kam es nun auch bei Stones erster Vorführungen von "World Trade Center" vor Polizisten, Feuerwehrmännern und Angehörigen von Opfern des 11. September zu Protesten. Obwohl einige Familien und Überlebende das Drama sogar unterstützen, gibt es viele, die sich über den neuen Film beschweren. Ihrer Meinung nach wurde viel zu früh nach den Anschlägen, die Amerika zum Stillstand brachten, gedreht.

Heilendes Kino?

Stone bestätigt, dass besonders eine Witwe sehr unglücklich mit "World Trade Center" ist: "Ich kann sie verstehen", so der Regisseur. "Aber manchmal muss man Dinge zeigen, weil sie wichtig sind. Es ist ein guter Film. Er kränkt niemanden. Es kann weh tun und hart sein, das Drama zu sehen. Man kann weinen, aber ich glaube, man kommt aus dem Kino und fühlt sich geheilt. Man muss sich Ängsten stellen, um sie zu besiegen."

Am 28. September kommt "World Trade Center" auch in unsere Kinos.

bek, Los Angeles, 26.07.2006, 16:05
 
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