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Machtwechsel

Streep und De Niro im Weißen Haus

Das Präsidentenamt für eine Frau? Bis vor wenigen Jahren hätte wohl die Mehrheit der US-Bürger ob eines solchen Vorschlags die Nase gerümpft.

Ehezoff im Oval Office: Robert De Niro und Meryl Streep (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ehezoff im Oval Office: Robert De Niro und Meryl Streep (Foto: Kurt Krieger)

Doch seitdem Hilary Clinton als kommende Kandidatin der Demokraten gehandelt wird, ist dieses Szenario gar nicht mehr so unrealistisch.

Hollywood lässt diese Zukunftsvision schon jetzt Wirklichkeit werden und schickt im kommenden Jahr eines seiner Aushängeschilder ins Rennen um das Präsidentschaftsamt. Meryl Streep übernimmt in "First Man" die Rolle einer taffen Politlady, die als Kandidatin antritt, die Wahlen sensationell gewinnt und fortan als erste Frau in der Geschichte der USA die Geschicke des Landes leitet.

Wie der Titel vermuten lässt, dreht sich in der Politkomödie aber nicht alles um die neue Präsidentin, sondern vor allem um das "starke Geschlecht" - die Männer müssen sich schließlich erst damit anfreunden, dass im Weißen Haus ab sofort eine Frau die Hosen an hat.

Vom Medienzar zum Pantoffelheld

Insbesondere ein Mann kommt mit der neuen Situation alles andere als klar: Robert De Niro spielt den "First Man", also den Ehemann des neuen Staatsoberhaupts. Als mächtiger Medienmogul hat er den Wahlkampf organisiert und damit maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Frau. Doch als die werte Gattin tatsächlich die Wahl gewinnt, muss er einsehen, dass er ab sofort nur noch die zweite Geige spielt.

Die Hollywoodhochkaräter Streep und De Niro werden nicht zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen. Nach "Die durch die Hölle gehen", "Der Liebe verfallen" und "Marvins Töchter" ist "First Man" bereits die vierte Zusammenarbeit der beiden Oscar-Preisträger. Regie führt die Debütantin Diane English, aus deren Feder auch das Drehbuch stammt.

mot, Los Angeles, 15.06.2005, 16:51
 
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