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Streit um Charlize Therons "Alien"-Einstieg
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Das "Alien" hat Appetit auf einen Star. Charlize Theron wäre genau richtig. (Foto: Fox/Senator)
Ridley Scotts Vorgeschichte seines "Alien" wird wohl keine ganz billige Produktion. Da sorgt sich das Studio 20th Century Fox, ob es wohl sein Geld an den Kinokassen zurückbekommt und will noch ein Zugpferd ins All jagen: Charlize Theron ("Hancock") soll sich jetzt dem "Alien" stellen.
Theron hatte kurz zuvor Clint Eastwood einen Korb gegeben, der sie gerne an der Seite von Leonardo DiCaprio in "Hoover" besetzt hätte. DiCaprio wiederum war kurz zuvor beim "Alien"-Prequel ausgestiegen, um für Eastwood Zeit zu haben. Die lustige Starscharade schmeckt Ridley Scott überhaupt nicht - er möchte sein "Alien" mit kleineren Namen füttern, zum Beispiel mit Noomi Rapace, die in der "Millenium Trilogie" glänzte.
Braucht das "Alien" große Stars oder erzeugt es welche?
Auch mit "Inglourious Basterd" Michael Fassbender und Michelle Yeoh ("Tiger & Dragon") an Bord ist Ridley Scott mehr als zufrieden. Doch das Studio beharrt auf einem Star und umgarnt Charlize Theron für die Hauptrolle. Die fällt im Drehbuch nicht wichtig genug aus und wird deshalb flugs umgeschrieben, um die Ansprüche der Oscarpreisträgerin zu befriedigen. Das neue Skript soll noch diese Woche Charlize Theron überreicht werden.
Bleibt die Frage: Braucht ein guter Film einen Star oder erzeugt er welche? Sigourney Weaver wurde erst durch "Alien" berühmt, davor kannte sie kein Mensch. Als Ridley Scotts Kumpel James Cameron mit "Avatar - Aufbruch nach Pandora" den teuersten Film aller Zeiten plante, war das Studio mit seiner Wahl Zoe Saldana kreuzunglücklich. Es verlangte einen Superstar, doch Cameron setzte sich durch. Der Rest ist Filmgeschichte.
hafu, Los Angeles, 12.01.2011, 08:01
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