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Rambo-Methoden

Sylvester Stallone folterte für "Expendables"

Selbstversuch: Regisseur Sylvester Stallone ließ sich beim "Expendables"-Dreh ordentlich vollaufen. Er wollte wissen, wie sich "Waterboarding" anfühlt ...

Keine Tricks: Bei Sylvester Stallones Großansicht

Keine Tricks: Bei Sylvester Stallones "Expendables"-Dreharbeiten wird noch richtig gelitten (Foto: Warner)

Wie lässt sich der Schrecken einer barbarischen Folter glaubwürdig darstellen? Sylvester Stallone, auch im Regiestuhl ein harter Hund, setzte bei "The Expendables" auf 'Method Directing': Bevor er seine Schauspielerin Giselle Itie auf die Folterbank beorderte, ging er mit gutem Beispiel voran und legte sich selbst darauf. Stallone wollte wissen, was in jemandem vorgeht, der "Waterboarding" ausgesetzt ist: "Ist es grauenhaft? Yeah!". Vorbild für diese Art von Selbstversuch sind Schauspieler wie Daniel Day-Lewis, der nach den Regeln des "Method Acting" beispielsweise erstmal ein Jahr eine Fleischerlehre machen, bevor er den Schlächter William Cutting in "Gangs of New York" spielte.

Sylvester Stallone gestand nach seinem Regievorbereitungs-Experiment, dass er niemals eingesperrt und solch brutalen Verhörtechniken ausgesetzt sein wolle. Er bezeichnete "Waterboarding" als fürchterliche Erfahrung - selbst wenn sie nur für einen Film inszeniert worden ist: "Wenn mich die Leute fragen, ob das wirklich eine Folter ist, kann ich darauf nur antworten: Yeah!"

Giselle Itie ging für Sylvester Stallone dreimal durch die Waterboarding-Hölle

Beim "Waterboarding" wird das Opfer mit abgesenktem Kopf auf den Rücken gelegt und sein Gesicht mit einem nassen Tuch bedeckt. Stetige Wassergüsse auf das Tuch simulieren den Tod durch Ertrinken. "Sobald sie das Wasser laufen lassen und es Dir in die Nase gerät, hast Du keine Chance mehr," erklärt Sylvester Stallone. "Man gerät sofort in Panik, will durch den Mund atmen. Aber es gibt keine Luft - nur Wasser, das man schlucken muss."

Für "The Expendables" hat Stallone so wilde Burschen wie Jason Statham, Mickey Rourke, Jet Li, Dolph Lundgren und in Gastrollen sogar Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis angeheuert. Seine Bewunderung gilt aber der kleinen Mexikanerin Giselle Itie: "Sie musste das dreimal durchmachen - und sie war großartig!"

US-Geheimdienste hatten bei der Jagd auf Terroristen "Waterboarding" häufig als Verhörtechnik eingesetzt. Die Regierung unter Präsident Barack Obama verbot die Methode, die als "barbarisch" gilt.

hafu, Los Angeles, 13.07.2010, 10:24
 
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