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Tarantino mischt den Wilden Westen auf
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika hat Hollywood in seinen Western bisher kaum berücksichtigt: die Sklaverei. Quentin Tarantino möchte diese Scharte mit einem seiner nächsten Filme auswetzen. Wer wäre dafür wohl besser geeignet, als der Regisseur des hoch gelobten Zweiter-Weltkrieg-Meisterstücks "Inglourious Basterds"?
Tarantino hat jedenfalls große Lust darauf. Schon seit Längerem liebäugelt er mit einem Western jenseits des typischen Revolverheldenabenteuers. "Ich würde sehr gerne einen Western drehen", bekennt der Kinovisionär. "Aber anstelle die Handlung in Texas anzusiedeln, würde ich sie in die Sklavenzeit zurückversetzen."
Onkel Quentins Hütte
Tarantino hat keine Berührungsängste mit den unschönen Seiten der Vergangenheit des amerikanischen Volkes: "Jeder hat Angst, dieses Thema anzupacken. Lasst uns dieses Licht auf uns selbst strahlen. Man könnte daraus eine gewichtige Geschichtsstunde über Sklaven machen, denen mit Hilfe der 'Underground Railroad' (Netzwerk, das den Sklaven der Südstaaten bei der Flucht half, Anmerkung der Redaktion) die Flucht gelang. Oder man könnte einen Film machen. Das wäre aufregend. Er müsste wie ein Abenteuer angelegt sein. Ein Spaghetti-Western, der in dieser Zeit spielt. Den würde ich 'A Southern' nennen". Hört, hört...
olbo, Los Angeles, 16.02.2010, 16:37
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