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"The Hobbit": Del Toro schmeißt hin, kommt Peter Jackson zurück?
Das denken sich heute viele "Herr der Ringe"-Fans. Denn Guillermo Del Toro, der die Vorgeschichte "The Hobbit" verfilmen sollte, hat den Regiestuhl geräumt. Und da wäre die einfachste Lösung doch, wenn Peter Jackson, der die große Mittelerde-Trilogie in bahnbrechende Bilder bannte, selbiges nun auch mit dem Prolog "Der kleine Hobbit" täte.
Zunächst bemüht sich Produzent Peter Jackson aber, den Ausstieg seines Regisseurs Guillermo Del Toro angemessen zu kommentieren. Letzterer hatte schließlich gut nachvollziehbare Gründe für seinen Abschied: "Zu meinem großen Bedauern muss ich mich von dem Plan verabschieden, die beiden wundervollen Hobbit-Filme zu inszenieren", so Del Toro. "Aber der Druck auf meinen Terminplan ist durch die ständigen Verschiebungen einfach zu groß geworden. Das eigentlich vorgesehene Zeitfenster ist weit überschritten."
Dieser Entschluss sei ihm allerdings extrem schwer gefallen, räumt Guillermo Del Toro ein: "Ich habe fast zwei Jahre lang J.R.R. Tolkiens großartige, fantasiereiche Welt Mittelerde gelebt, geatmet und für eine filmische Umsetzung entwickelt. Daher war dies nun die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Als Co-Drehbuchautor und Regisseur wünsche ich dem Projekt alles Glück. Ich werde als erster an der Kinokasse stehen, um den fertigen Film zu sehen."
Peter Jackson erklärte, er sei "traurig" über Del Toros Abschied, zeigte sich aber verständnisvoll: "Wegen der verlängerten Entwicklungszeit für die beiden 'Hobbit'-Filme, für die letztlich niemand etwas kann, konnte Guillermo keinerlei andere Projekte verfolgen. Letztlich wollte er nicht sechs Jahre in Neuseeland verbringen um diese Filme zu machen, wo er doch ursprünglich nur für drei Jahre unterschrieben hatte."
Zweideutiger Kommentar von Peter Jackson zu seiner Regie-Rückkehr
Der Dreh der beiden 'Hobbit'-Filme hat sich deswegen immer wieder verzögert, weil das Filmstudio MGM seit Monaten am Rande der Pleite manövriert und immer noch kein Rettungsplan in Sicht ist. Daher wurde auch kein Budget für das Projekt freigegeben, weswegen Peter Jackson und Guillermo Del Toro trotz fertigen Drehbuchs, fertiger Sets und fertiger Kostüme weder Schauspieler casten noch einen Drehbeginn festsetzen konnten.
Daher sagte Peter Jackson auch mit einem Anflug von Galgenhumor: "Guillermos Ausstieg bedeutet keine erneute Verzögerung, denn wir hatten ja ohnehin noch keinen Termin für den Drehstart festgelegt." Außerdem werde Del Toro weiter mit ihm am Drehbuch arbeiten, "bis auch die Feinarbeit fertig ist und das Skript auf Hochglanz poliert ist."
Spekulationen, dass Produzent Peter Jackson nun auch als Regisseur einspringen könnte, ließ der "Herr der Ringe"-Macher über seinen Manager Ken Kamins dementieren - allerdings auf höchst zweideutige Weise:
"Peter hat Verpflichtungen für andere Filme, die es ihm zurzeit unmöglich machen 'The Hobbit' zu inszenieren, selbst wenn ihm das angeboten worden wäre - was nicht passiert ist!", sagt Jacksons Manager. "Ich bin gerade dabei, ein Projekt für ihn an Land zu ziehen, das er drehen sollte, während Guillermo Del Toro 'The Hobbit' machen sollte", so Ken Kamins weiter. "Trotzdem steht Peter voll und ganz hinter 'The Hobbit' und wird alles Nötige tun, um die Filmreihe zu fördern."
Das lässt sich zwar als Absage interpretieren, aber ebenso gut auch als Bewerbung. Denn das Wörtchen "zurzeit" lässt bei den ständigen Verzögerungen um "The Hobbit" vieles offen und das fehlende Angebot für den Regiestuhl an Peter Jackson kann jederzeit noch kommen ...
sun, Wellington, 31.05.2010, 14:02
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