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Neurosen-Woody

Und täglich trinkt er O-Saft

Jetzt ist endlich der Grund bekannt, warum Woody Allen die Stadt New York nur ungern für eine Reise verlässt: Er will dadurch das Universum vor Unheil schützen.

Mag die Banane am liebsten gesiebtelt: Woody Allen (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Mag die Banane am liebsten gesiebtelt: Woody Allen (Foto: Kurt Krieger)

Denn in fremden Hotels weiß man nie so recht, was es wohl zum Frühstück gibt. Und genau da liegt das große Problem des Stadtneurotikers. Seit über 50 Jahren begeht er morgens das selbe Ritual und bereitet sich immer die gleiche Mahlzeit zu: ein Glas frischgepressten Orangensaft und eine Schüssel Cheerios mit fettarmer Milch und Rosinen, über die er sich eine Banane in genau sieben Stücke klein schneidet.

Den ganzen Aufwand betreibt der Regisseur jedoch nicht etwa, weil es ihm so unglaublich gut schmeckt, sondern weil er nicht anders kann. Woody Allen leidet unter einer Zwangsneurose, die ihn jeden Tag einen bestimmten Ablauf einhalten lässt. Und wehe, er trinkt einmal Apfelsaft oder kriegt im Supermarkt nur Coco Pops. Das wäre das Ende der Welt, im wahrsten Sinne des Wortes. So glaubt zumindest Woody.

Jeden Tag der gleiche Trott

Solange sein Zwangsfrühstück wenigstens nahrhaft und gesund ist, kann der eigensinnige Filmemacher gut damit leben. Generell hätte er sowieso nichts dagegen, jeden Tag gleich ablaufen zu lassen. Doch da legt seine Frau Soon-Yi ein energisches Veto ein und sorgt wenn's sein muss auch für die nötige Abwechslung.

bef, New York, 05.04.2005, 16:44
 
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