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Van Sant und Pitt versumpfen im Grunge
So bildete sich Anfang der 90er Jahre die Generation X heraus, die sich zwischen Underdog-Haltung und euphorischer Depri-Stimmung bewegt. Nachdem Filme wie Richard Linklaters "Slacker" und Cameron Crowes "Singles - Gemeinsam einsam" ein paar treffende "Reality Bites" über das Leben einer desinteressierten, aber äußerst vielschichtigen Jugend vermittelt haben, zeigt jetzt auch Gus Van Sant ein gutes Stück Grunge-Geschichte.
Zusammen mit Michael Pitt tüftelt der für "Good Will Hunting" Oscar-nominierte Regisseur bereits seit einigen Jahren an dem Projekt "Last Days" herum, das demnächst Drehstart haben soll. Inspiriert wurde das Skript von den Musikfestivals rund um Seattle, die in den 90ern mit Bands wie Nirvana und Pearl Jam das rockig-melancholische Grunge-Herz erfreuten.
Zurück aus dem "Nirvana"
Zwar wird Pitt, der zuletzt als Bernardo Bertoluccis "Träumer" den revolutionären Pariser Frühling 1968 erlebt hat, nicht Kurt Cobain spielen; jedoch ist seine Figur deutlich an der Biografie des Anti-Helden orientiert. Als Bandkollege ist Lukas Haas im Gespräch.
Auch wenn der Film "Grunge" verspricht, wird "Last Days" bestimmt nicht als "schmutziges Abfallprodukt" - so die wörtliche Übersetzung - in die Filmgeschichte eingehen, oder?
slg, Los Angeles, 10.03.2004, 17:23
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