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Vor 30 Jahren

Vergewaltigungsklage gegen Polanski

Nie mehr Amerika! Für manche mag das eine unerträgliche Vorstellung sein, andere können sich mit dem Gedanken gut anfreunden.

Roman Polanski vermeidet Reisen nach Amerika (Foto: Tobis) Großansicht

Roman Polanski vermeidet Reisen nach Amerika (Foto: Tobis)

Vor allem, wenn die Einreise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gleichzeitig eine längere Haftstrafe bedeutet. Die müsste Roman Polanski unmittelbar antreten, sollte er jemals wieder den Boden der USA betreten. Am 26. März 1977 wurde der polnische Meisterregisseur in Los Angeles vor Gericht wegen Drogenmissbrauchs und Vergewaltigung einer Minderjährigen angeklagt.

Angeblich habe er sich die 13-jährige Samantha Gailey mit Alkohol und Drogen bei einem Fotoshooting in Jack Nicholsons Villa gefügig gemacht. Polanski gestand eine gewisse Schuld auch ein und einigte sich mit der Mutter des Mädchens außergerichtlich. Zwar entkam er so dem Gerichtsverfahren mit einer Geldstrafe und Zwangs-Psychotherapie, doch der vorsitzende Richter drohte ihm an, den Fall weiter zu verfolgen, bis er ihn doch noch hinter Gitter sperren könne.

Paris ist eh viel schöner

Um einer Haftstrafe von bis zu 50 Jahren zu entgehen, flüchtete der Regisseur 1978 nach Paris. Seitdem kehrte er nicht mehr in die Vereinigten Staaten zurück. Auch nicht, als er 2003 für "Der Pianist" den Oscar als bester Regisseur erhielt. Den brachte ihm sein Freund Harrison Ford erst Wochen später bei einem Besuch nach Paris mit.

bef, Los Angeles, 26.03.2007, 10:24
 
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