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Deprimiert

Watts wollte Suizid begehen

Wer nach Hollywood geht, sucht meist Erfolg und Starruhm. Beides ist nicht leicht zu bekommen.

Ist heute gefestigter als früher: Naomi Watts (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ist heute gefestigter als früher: Naomi Watts (Foto: Kurt Krieger)

Jahr für Jahr lernen Tausende hoffnungsfroher Neuankömmlinge diese Lektion. Aber auch die Großen des Business haben den existenzbedrohenden Erfolgsdruck einmal zu spüren bekommen.

Naomi Watts schockte jetzt die Öffentlichkeit mit ihrem Geständnis, dass die ausbleibenden Rollenangebote sie beinahe in den Selbstmord getrieben hätten:

"Ich kann mich daran erinnern, wie ich den Mulholland Drive entlang fuhr und dachte 'Vielleicht solltest du hier rechts ran fahren und dich über die Klippen stürzen.' Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen. Aber mir fehlte der Mumm, das Ganze zu beenden."

Am Rande des Existenzminimums

Gute Freunde wie Nicole Kidman halfen ihr durch diese schwere Zeit und ermutigten sie zum Weitermachen. Kleinere Rollen verhinderten, dass Watts in die totale Armut abdriftete. "Nicole sagte immer: 'Alles, was du brauchst, ist der eine große Film.' Und das sollte dann 'Mulholland Drive' sein", erinnert sich die oscar-nominierte Schauspielerin.

Watts bezeichnet den Film von David Lynch als ihren Lebensretter: Sie stand kurz davor, aus ihrem Appartement geschmissen zu werden. Wahrscheinlich hätte ihr das den letzten Impuls gegeben, sich doch umzubringen. Auch heute noch kann sie kaum glauben, dass sich alles für sie zum Guten gewendet hat.

bdu, London, 01.04.2005, 16:19
 
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