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Tod des Terrorfürsten

Wettlauf um Bin Laden-Film

Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow wollte eigentlich vom Scheitern der Jagd auf Osama Bin Laden erzählen. Dennoch könnte sie jetzt im Rennen um den Top-Stoff vorne liegen.

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Für "The Hurt Locker" gab es für Kathryn Bigelow einen Oscar. Folgt nun "Kill Bin Laden"? (Foto: Concorde/Kurt Krieger)

Die Welt staunt über den Tod von Osama Bin Laden. Am meisten staunt wohl Kathryn Bigelow. Die Oscarpreisträgerin ("The Hurt Locker") plante einen weiteren Soldaten-Thriller. Doch "Kill Bin Laden" wurde nun von der Weltgeschichte überholt - und in den Studios beginnt bereits der Wettlauf um die Verfilmung des Thrillers von Abbottabad.

Dennoch könnte "Kill Bin Laden" den entscheidenden Vorsprung haben. Der Film sollte von einer Special Operations-Einheit erzählen, die den Terrorfürsten aufspüren soll - und daran scheitert. Das Drehbuch von "Hurt Locker"-Autor Mark Boal müsste nur umgeschrieben und schon könnten die bereits laufenden Vorbereitungen für die Dreharbeiten fortgesetzt werden. Kathryn Bigelow hat sich zudem bereits mit Schauspielern getroffen. Dennoch könnte es sein, dass sie nun das Interesse an dem Stoff verloren hat.

Bin Laden in Pakistan oder Tom Hanks in Südamerika?

Auf seiner Webseite meldet das Entertainment-Magazin "Variety", dass das "Kill Bin Laden"-Skript ein Update bekommt, andere Seiten vermuten das Ende des Projektes. Möglicherweise ist das Element des Scheiterns zu sehr in der Story verwoben und einen bloßen Thriller mit Happy End-Showdown überlässt Kathryn Bigelow dann doch lieber anderen Regisseuren.

Gegen "Kill Bin Laden" spricht auch, dass es das erheblich kleinere der beiden Projekte ist, die Kathryn Bigelow gerade auf dem Schirm hat. In "Triple Frontier" schickt sie ein Staraufgebot (u.a. Tom HanksTom Hanks) ins verrufene Grenzgebiet zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien. Die Gegend, in der sich die Flüsse Igazu und Parana vereinigen, gilt als sicheres Rückzugsgebiet für das organisierte Verbrechen. Das Thema hätte Kathryn Bigelow exklusiv, die Bin Laden-Story dagegen nicht - schließlich ist das jetzt der Top-Stoff des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts, und kaum ein Filmstudio wird ihn sich entgehen lassen wollen.

hafu, Los Angeles, 03.05.2011, 09:22
 
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