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Wettlauf um Schwulen-Biopic
Bryan Singer ("Superman Returns") und Gus Van Sant ("Good Will Hunting") planen beide, das Leben des schwulen Bürgerrechtlers Harvey Milk zu verfilmen. Milk war in den 70er-Jahren der erste bekennende Homosexuelle, der in den USA in ein öffentliches Amt gewählt wurde.
Er saß im Stadtrat von San Francisco. 1978 wurde Milk zusammen mit Bürgermeister George Moscone im Rathaus von einem ehemaligen Kollegen erschossen. Der Täter, Dan White, war kurz zuvor von seinem Mandat als Stadtrat zurückgetreten. Als er den Bürgermeister um seine Wiedereinsetzung bat, lehnte dieser auf Anraten Milks ab. Daraufhin drehte White durch und erschoss beide.
Nach einem milden Urteil gegen White kam es 1979 zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Homosexuellen und der Polizei von San Francisco. Infolgedessen stürmten die Beamten Castro Street, das Schwulenviertel der Stadt, und zerstörten mehrere schwul-lesbische Einrichtungen.
Wer macht das Rennen?
Unter dem Titel "The Mayor of Castro Street" möchte Bryan Singer den Fall ins Kino bringen. Bereits seit 15 Jahren wird an dem Projekt gearbeitet, das auf dem gleichnamigen Buch von Randy Shilts basiert. Nun soll endlich der Startschuss für die Dreharbeiten fallen.
Vor Singer war Gus Van Sant als Regisseur für "The Mayor of Castro Street" im Gespräch, er hatte sogar bereits einen Drehbuchentwurf geschrieben. Doch der Filmemacher schied aus und arbeitet seitdem an seinem eigenen, noch unbenannten Harvey-Milk-Drama. Welches der beiden Biopics zuerst im Kino zu sehen sein wird, steht noch nicht fest.
sto, Los Angeles, 13.04.2007, 14:40
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