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Mörderisch

Whitaker spielt Diktator

Afrikanische Gegenwartsgeschichte erobert die Leinwand

Wolf im Schafspelz: Forest Whitaker (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Wolf im Schafspelz: Forest Whitaker (Foto: Kurt Krieger)

Vielleicht war es der Erfolg von "Hotel Ruanda", der das Projekt endlich nach vorne getrieben hat: Seit 1998, dem Jahr der Veröffentlichung des Romans "The Last King of Scotland", plant Hollywood eine Verfilmung des unter die Haut gehenden Stoffes.

Halb erfunden, halb auf Tatsachen basierend, wird das blutige Treiben von Idi Amin geschildert, dem selbsternannten "Letzten König von Schottland" und grausamen Diktator des ehemals britischen Kolonialstaats Uganda.

Knappe zwei Jahre nach dem Tod des Massenmörders lässt Forest Whitaker den Menschenverachter wieder auferstehen: Der "Ghost Dog" wird in dem Politikdrama den schwergewichtigen Nazi-Sympathisanten und erbitterten Israelgegner spielen.

Völkermord und ohnmächtiges Zusehen

Als Whitakers Sidekick wurde Newcomer James McAvoy verpflichtet. Er spielt den fiktiven jungen Arzt, der just am Tag von Idi Amins Machtergreifung, dem 25. Januar 1971, nach Uganda kommt. Durch einen Zufall macht er die Bekanntschaft des brutalen Metzgers in Generals-Uniform. Als sein Leibarzt und Geliebter muss er fortan aus nächster Nähe beobachten, wie die Gewaltherrschaft des "Schlächters von Afrika" hunderttausende Menschenleben fordert.

Kevin Macdonald, der schon mit "Sturz ins Leere" sein Talent für das Genre des Doku-Dramas bewiesen hat, führt Regie. Hinter der Kamera steht Anthony Dod Mantle.

bdu, Los Angeles, 13.04.2005, 17:41
 
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