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"Wie viel ein Film einspielt, ist mir egal"
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Meryl Streep ist in "Ein Teufel trägt Prada" die mächtigste Frau der Modewelt (Foto: Fox)
» "Der Teufel trägt Prada" entwickelt sich zu einem Ihrer erfolgreichsten Filme. Beeindruckt Sie so etwas noch?
MERYL STREEP: Natürlich ist es toll, wenn du viele Zuschauer hast. Aber wie viel ein Film einspielt, ist mir egal. Heute registrieren die Leute das Boxoffice wie Sportergebnisse, aber ich gehöre noch zu einer Generation, die das ganz anders erlebt hat. Ich interessiere mich nicht für diese und andere Sportarten.
» Sie spielen eine Chefredakteurin, die sich sehr wohl etwas aus Erfolg macht. Haben Sie nichts mit ihr gemein?
Ich hoffe, ich bin auch so stilbewusst wie sie. Mit meinen genauen Vorstellungen zu meinen Kostümen habe ich schon manche Designerin in den Wahnsinn getrieben. Vielleicht werde ich in meinem nächsten Leben ja Couturier. Aber sonst bin ich das glatte Gegenteil von Miranda in "Der Teufel trägt Prada". Ich habe bei Weitem nicht die Disziplin wie sie. Und ich musste für meine Erfolge bei Weitem nicht so hart kämpfen.
» Werden Sie nostalgisch, wenn Sie an Ihre großen Filme wie "Jenseits von Afrika" oder "Sophies Entscheidung" zurückdenken?
Nein, du wirst nur nostalgisch, wenn du nicht viel zu tun hast. Und an diesem Punkt bin ich noch nicht angekommen. Ich erinnere mich nur an die ganzen Komplexe, die ich damals hatte.
» Warum das denn?
Ich hielt mich für zu dick und zu wenig sexy. Vor ein paar Monaten stieß ich beim Herumzappen auf Woody Allens "Manhattan", und mir fiel wieder ein, wie sehr ich mich damals wegen meiner Pfunde schämte. Das war völlig lächerlich. Heute denke ich mir: Sie war doch so schön, was hatte sie nur?
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