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Kindesmissbrauch

Wirbel um Fannings Vergewaltigungsszene

"In Hollywood gibt es zwei absolute Tabus: Kindesmissbrauch und das Töten von Tieren. Dieser Film hat beides."

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Beweist großen Mut: Dakota Fanning (Foto: Kurt Krieger)

So erklärt ein Insider den aktuellen Skandal um das Missbrauchsdrama "Hounddog" mit Dakota Fanning. Die zwölfjährige Darstellerin spielt im Film ein junges Mädchen, das in den 50er-Jahren im US-Bundesstaat Alabama Furchtbares erlebt. Einzig ihre Begeisterung für Elvis Presley, nach dessen Welthit der Film benannt ist, gibt ihr die Kraft, ihr Schicksal zu meistern.

Stein des Anstoßes ist vor allem eine Filmszene, in der Fanning von einem älteren Jungen vergewaltigt wird, der sie mit Karten für ein Elvis-Konzert geködert hat. Einige Filmkritiker behaupten, dass Fanning dabei sogar nackt gefilmt worden sei.

Dem widerspricht Dakotas Mutter Joy Fanning: "Der Film zeigt das wirkliche Leben und im wirklichen Leben geschehen diese Dinge leider. Dakota ist sehr stolz auf diese Szene - und sie ist darin keineswegs nackt zu sehen!"

Kontroverse statt Totschweigen

Regisseurin Deborah Kampmeier verteidigt die Sequenz ebenfalls: "Dakotas Mutter, ihre Agentin und der Beamte von der Kinderarbeitsaufsicht waren dabei. Die Szene wurde genau so gedreht, wie mit allen besprochen."

Angeblich ist Dakota Fanning in der Rolle so überzeugend, dass viele Kritiker die Hoffnungen ihrer Mutter auf einen Oscar fürs Töchterchen als realistisch ansehen. Zudem bringen die Vorschusslorbeeren dem Drama eine Weltpremiere im Rahmen des Sundance Film Festivals am 22. Januar ein. Das ist auch der Grund, warum die Kontroverse nun wieder so hohe Wellen schlägt. Das Ganze war schon vor Monaten ein Thema, als einige Geldgeber des Films kalte Füße bekommen hatten, sodass das Projekt zu kippen drohte.

Der Mut der Ersatzfinanziers scheint indes belohnt zu werden, denn die Sprecherin einer US-Hilfsorganisation für Missbrauchsopfer sieht "Hounddog" uneingeschränkt positiv: "Wir hoffen, dass die Diskussion über diesen Film den jungen Leidtragenden solcher Verbrechen in der ganzen Welt eine Stimme gibt", sagt Lynn Parish. Das ist auf jeden Fall wünschenswert!

sun, Los Angeles, 16.01.2007, 17:10
 
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