Ayelet July Zurer


 

"Ich gebe doch nicht diese Rolle ab"

Mit der Verfilmung von Dan Browns Bestseller "The Da Vinci Code - Sakrileg" hat Ron Howard nicht nur den Zorn der katholischen Kirche auf sich gezogen. Auch die Kritiker waren alles andere als begeistert. Warum sich die Hauptdarsteller Tom Hanks, Ewan McGregor, Stellan Skarsgard, Pierfrancesco Favino, Ayelet Zurer und Regisseur Ron Howard die Fortsetzung "Illuminati" trotzdem nicht entgehen lassen konnten, verrieten sie beim Interview an den Original-Drehorten in Genf und Rom.

Tom Hanks hat viel trainiert, um auch in einer Badehose als Robert Langdon zu überzeugen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Tom Hanks hat viel trainiert, um auch in einer Badehose als Robert Langdon zu überzeugen (Foto: Sony Pictures)

» Warum haben Sie die Roman-Reihenfolge geändert und "Illuminati" zur Fortsetzung von "The Da Vinci Code - Sakrileg" gemacht?

RON HOWARD: Viele Leute haben "Illuminati" auch erst als zweites Buch gelesen und ich habe mir gedacht, dass es für das Kinopublikum komisch wäre, in der Zeit zurückzugehen. Die Situationen, die Dan Brown für Robert Langdon geschaffen hat, machen ihn zu einem ungewöhnlichen Helden und das ist vom kreativen Standpunkt aus gesehen unwiderstehlich.

TOM HANKS: Ich wollte diese Rolle unbedingt wieder spielen. Robert Langdon ist ein interdisziplinäres Genie und somit kann ich mal jemanden verkörpern, der hochintelligent und kultiviert ist. Wer "The Da Vinci Code - Sakrileg" gesehen hat, der weiß, dass Robert Langdon eine unbequeme Wahrheit über die katholische Kirche kennt. Dieses Wissen führt natürlich zu Komplikationen mit einer Autorität wie dem Vatikan. Als Schauspieler sind es genau diese Rollen, die wir spielen wollen.

» Mr. Howard, wie treu sind Sie dem Roman mit ihrer Verfilmung geblieben?

RON HOWARD: Wir haben uns bei diesem Film eine größere, kreative Freiheit genommen: Einige Figuren wurden kombiniert, neue erschaffen und einige Sequenzen hinzu erfunden. Die zentralen Ideen, Konflikte, Wendepunkte und Geheimnisse haben wir aber beibehalten.

Ewan McGregor hat in Dokumentationen über den Vatikan ein neues Schlafmittel gefunden (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Ewan McGregor hat in Dokumentationen über den Vatikan ein neues Schlafmittel gefunden (Foto: Columbia TriStar)

» Mr. McGregor, Ihre Figur findet sich auch im Roman wieder. Was gefällt Ihnen an ihr am meisten?

EWAN MCGREGOR: Der Camerlengo ist ziemlich schwierig zu spielen und das macht mir immer am meisten Spaß. Er ist nicht so geradeheraus, wie es zunächst den Anschein hat.

» Was haben Sie gemacht, um sich vorzubereiten?

EWAN MCGREGOR: Nicht so viel, um ehrlich zu sein. Ich bin kein religiöser Mensch und es ist nicht einfach, zu recherchieren, wie man ein Priester ist. Natürlich habe ich mich über den Vatikan und die ganzen Verfahrensweisen informiert. Aber die Vatikan-Dokus, die ich mir angeschaut habe, waren langweilig und eher eine gute Einschlafhilfe. Für die Rolle des Camerlengo musste ich mich in jemanden hineindenken, der sein Leben lang mit der Kirche in Kontakt stand und sein Leben bewusst seinem Glauben widmet. Da musste ich schon sehr kreativ werden.

 

 

Filmografie

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