Benjamin Bratt


  • Geburtstag
    16.12.1963
 

Er war der Geliebte von Madonna, wurde von Sandra Bullock auf die Matte gelegt und stürzte auf dem Mars ab. Gut aussehend und mit dem smarten Gesicht des selbstbewussten Latino, durchlief der 1963 in San Francisco geborene Benjamin eine elfjährige TV-Karriere u.a. als Detective Rey Curtis in der Cop-Serie "Law and Order", die ihm eine "Emmy"-Nominierung brachte, bevor er sich endgültig dem Film zuwandte. Nach Nebenrollen in Filmen wie "Das Kartell", "Am wilden Fluss", "Demolition Man" und als einer der Gang-Mitglieder in Taylor Hackfords "Blood In...Blood Out" schaffte er in John Schlesingers Komödie "Ein Freund zum Verlieben" 1999 den Durchbruch: Bratt spielte den mehr als geduldigen Verehrer Madonnas, der sie, sehr zum Missfallen ihres schwulen Lebensgefährten Rupert Everett, mit Beharrlichkeit in sein Bett bringt. Als Mitglied der Mars-Expedition in "Red Planet" war er der streitbare Astronaut, der bei einem Handegemenge in einen Abgrund stürzt. An der Seite von Sandra Bullock war er in "Miss Undercover" der Einsatzleiter der Kratzbürste, die sich als Miss New Jersey tarnt und auf der Showbühne mit ihm eine komische Selbstverteidigungsnummer hinlegt. Wie viele Latino-Stars nutzte Bratt die gewonnene Popularität, um Lieblingsprojekte zu finanzieren, in diesem Fall den Film "Pinero", in dem er die Rolle des Theaterautors Miguel Pinero übernahm.

Benjamin Bratt

  • Geburtstag
    16.12.1963
  • Geburtsland
    USA

Wenn Oscar den Mann ersetzt

Bei der Oscar-Verleihung auf der Bühne zu stehen und die goldene Statue in Empfang zu nehmen, ist der krönende Höhepunkt jeder Schauspielkarriere. Für viele weibliche Filmstars scheint es aber vor allem eines zu sein: der Anfang vom Ende ihrer Beziehungen.

Nur wenige Monate nach der Oscar-Verleihung gingen sie getrennte Wege: Ryan Phillippe und Reese Witherspoon (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nur wenige Monate nach der Oscar-Verleihung gingen sie getrennte Wege: Ryan Phillippe und Reese Witherspoon (Foto: Kurt Krieger)

Jüngstes Beispiel: Traumpaar Reese Witherspoon und Ryan Phillippe. Die beiden hatten sich 1998 bei den Dreharbeiten zu "Eiskalte Engel" verliebt und schon ein Jahr später geheiratet. Tochter Ava und Sohn Deacon machten das Glück des jungen Paares vollständig.

Über sieben Jahre waren Reese und Ryan das Vorzeigepaar in Hollywood, es gab weder öffentliche Beziehungskrisen noch Skandale. Beide taten die Spekulationen ab, dass Ryan mit der Berühmtheit seiner Frau, die mit "Natürlich blond!" zum Superstar wurde, nicht zurechtkäme. Anfang 2006 erhielt Reese den Golden Globe und den Oscar für ihre Rolle als June Carter Cash in "Walk the Line".

Auch Julia Roberts trennte sich nur wenige Wochen nach der Verleihung von Benjamin Bratt (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Auch Julia Roberts trennte sich nur wenige Wochen nach der Verleihung von Benjamin Bratt (Foto: Sony Pictures)

Vom Roten Teppich zum Scheidungsanwalt

Wenige Monate später besuchte das Paar noch gemeinsam die Premiere von Ryans neuem Film "Flags of Our Fathers". Dort soll es zu einem heftigen Streit zwischen den Eheleuten gekommen sein. Nur kurz darauf verkündete der Pressesprecher der beiden die Trennung. Reese reichte am 8. November die Scheidung ein und engagierte den Staranwalt Robert Kaufman.

Doch die beiden sind bei Weitem nicht das einzige Paar, das den Fluch der Oscars zum Opfer gefallen ist. "Pretty Woman" Julia Roberts durfte sich 2001 über eine Goldstatue als beste Schauspielerin im Drama "Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte" freuen. Zur Verleihung kam sie gemeinsam mit ihrem Freund und Schauspielkollegen Benjamin Bratt, mit dem sie seit 1998 liiert war. Auf dem roten Teppich wurde damals noch verliebt geturtelt.

Gwyneth Paltrow erhielt den Oscar für "Shakespeare in Love" und Lover Ben Affleck ging (Foto: UIP) Großansicht

Gwyneth Paltrow erhielt den Oscar für "Shakespeare in Love" und Lover Ben Affleck ging (Foto: UIP)

Oscar kam, Ben ging

Doch nur drei Monate nach der Verleihung ging das Paar auch schon getrennte Wege. Während Bratt sich ein Familienleben in San Francisco wünschte und wollte, dass Julia Roberts weniger arbeitete, wollte diese ihre Karriere in Hollywood noch lange nicht hintanstellen.

Gwyneth Paltrow erhielt den Oscar 1998 für ihre Rolle in dem siebenfach prämierten Drama "Shakespeare in Love". Damals war die Amerikanerin mit Ben Affleck liiert - der selbst schon eine Goldstatue für das beste Drehbuch, "Good Will Hunting" vorweisen konnte. Trotz beidseitigem Erfolg war nur wenige Monate nach der Verleihung auch bei diesen beiden Schluss.

Auch Halle Berry brachte der Goldjunge kein Glück in der Liebe (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Auch Halle Berry brachte der Goldjunge kein Glück in der Liebe (Foto: Kurt Krieger)

Altarverbot

Halle Berrys Nacht des Triumphs war 2002. Für "Monster's Ball" erhielt sie als erste afroamerikanische Schauspielerin den Oscar und dankte ihrem Ehemann, dem Musiker Eric Benét, in einer herzzerreißenden und tränenreichen Rede. Das Paar hatte 2001 geheiratet und Halle adoptierte Erics 10-jährige Tochter India.

Doch nur ein Jahr, nachdem Berry ihren Oscar in den Schrank gestellt hatte, trennte sie sich von Benét. Schuld daran soll seine Sexsucht gewesen sein. Berry hat jedenfalls geschworen, nie mehr zu heiraten.

Einmal gut überstanden, beim zweiten Academy Award war auch diese Beziehung vorbei: Hilary Swank und Chad Lowe (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Einmal gut überstanden, beim zweiten Academy Award war auch diese Beziehung vorbei: Hilary Swank und Chad Lowe (Foto: Kurt Krieger)

Routinierte Oscar-Preisträgerin

Hilary Swanks Ehe mit Chad Lowe überstand die erste Oscar-Auszeichnung der Schauspielerin 2000 für "Boys Don't Cry" noch mit Bravour. Obwohl Swank bei der Rede ganz aufgeregt vergaß, ihrem Ehemann, dem sie 1997 das Jawort gegeben hatte, zu danken. Die Klatschblätter unterstellten damals schon schlechtes Karma. Doch Lowe verzieh seiner Liebsten den Fauxpas.

Fünf Jahre später gab es den zweiten Oscar für Swank. Sie wurde als beste Darstellerin in "Million Dollar Baby" ausgezeichnet. Anfang 2006 war schließlich auch die Ehe mit Chad Lowe passé - obwohl sie ihn diesmal bei der Rede nicht vergessen hatte.

Für "Durchgeknallt" gabs einen Oscar für Angelina Jolie und das Liebesleben geriet aus den Fugen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Für "Durchgeknallt" gabs einen Oscar für Angelina Jolie und das Liebesleben geriet aus den Fugen (Foto: Sony Pictures)

Reihenfolge unerheblich

Angelina Jolie und Helen Hunt heirateten ihre Männer erst, nachdem sie den Oscar in Empfang genommen hatten. Doch auch das rettete das Liebesglück nicht. Hunt, die 1998 für "Besser geht's nicht" den Goldjungen entgegennahm, gab ein Jahr später ihren damaligen Freund Hank Azaria das Jawort. 2000 gingen die beiden nach einer sehr kurzlebigen Ehe schon getrennte Wege - sie haben eine gemeinsame Tochter.

Jolie bekam den Oscar 2000 für "Durchgeknallt - Girl, Interrupted". Ihr Lover Billy Bob Thornton war bei der Verleihung gar nicht anwesend. Dennoch heirateten die beiden noch im selben Jahr und nach einer dreijährigen, medienwirksamen Ehe, in der beide das Blut des anderen in einer kleinen Phiole um den Hals trugen und sich Tattoos mit den Namen des Partners stechen ließen, zerfiel auch diese Beziehung.

Das Eheglück von Meryl Streep konnte die kleine goldene Statue nicht zerstören (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Das Eheglück von Meryl Streep konnte die kleine goldene Statue nicht zerstören (Foto: Kurt Krieger)

Alles richtig gemacht

Ob die 30 Zentimeter großen goldenen Statuen wirklich verflucht sind, oder doch alles nur Zufalll ist, mag jeder für sich entscheiden. Ein Muster ist allerdings zu erkennen: Weniger erfolgreiche Männer scheinen nicht mit Oscar-prämierten Frauen klar zu kommen.

Da Ausnahmen nun einmal die Regel bestätigen, sei hier aber noch die wunderbare Meryl Streep genannt. Ihre Ehe überstand zwei Oscar-Auszeichnungen. 1979 erhielt Streep für "Kramer gegen Kramer" den Award als beste Nebendarstellerin und 1982 wurde sie für "Sophies Entscheidung" als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Ihr Ehemann Don Gummer weicht schon seit 1978 nicht mehr von ihrer Seite. Das Paar ist immer noch glücklich verheiratet und hat vier Kinder. Wahre Liebe lässt sich also auch von Oscar nicht beirren.

 

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