Billy Wilder


  • Bürgerlicher Name
    Samuel Wilder
  • Geburtstag
    22.06.1906
  • Geburtsort
    Sucha, Galizien
  • gestorben
    27.03.2002
 

Billy Wilder (1906-2002) galt vor allem als Meister temporeicher, hintergründiger und zynischer Komödien, von denen "Manche mögen's heiß" mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis der Klassiker wurde, und "Das Appartement" der künstlerisch bedeutsamste. Viele seiner Filme wurden Oscar-prämiert, und er selbst verbreitete bis ins hohe Alter in Interviews und Interview-Filmen ("Billy, How did You Do It?", 1992, von Volker Schlöndorff) immer neue Legenden und Pointen über Leben und Werk. Billy Wilder, geboren 1906 im heute polnischen Galizien, arbeitete für Boulevardblätter und schrieb Anfang der 30er-Jahre Drehbücher ("Menschen am Sonntag", "Emil und die Detektive"), bevor er nach dem Reichstagsbrand über Frankreich in die USA emigrierte, wo er erst für Ernst Lubitsch ("Blaubarts achte Frau", "Ninotschka") Dialoge und Drehbücher schrieb, bevor er mit der Komödie "Der Major und das Mädchen" (mit Ginger Rogers in einer Hosenrolle) als Regisseur debütierte. Wilder wurde nach dem Erfolg von "Fünf Gräber bis Kairo" (mit Erich von Stroheim als Rommel), dem Film noir "Frau ohne Gewissen" (mit Barbara Stanwyck) und dem Alkoholiker-Drama "Das letzte Wochenende", der ihm den ersten Regie-Oscar einbrachte, einer der Erfolgsregisseure Hollywoods. Seine teils beißende Kritik kommt in Filmen wie "Sunset Boulevard" (mit Gloria Swanson als alternder Diva) oder "Reporter des Satans" (mit Kirk Douglas) ebenso zum Ausdruck, wie in dem Lagerfilm "Stalag 17". Wilder inszenierte Starkino mit James Stewart als Flieger Charles Lindbergh, Marilyn Monroe in "Das verflixte siebte Jahr", Charles Laughton und Marlene Dietrich in "Zeugin der Anklage" oder Shirley MacLaine und Jack Lemmon in "Irma La Douce", der süßesten Hure von Paris. Das Duo Jack Lemmon und Walter Matthau trat seit "Der Glückspilz" drei Mal vor Wilders Kamera. In den 50er-Jahren wurde Wilder sein eigener Produzent und arbeitete abwechselnd für vier Studios. Seine Kalte-Kriegs-Komödie "Eins, zwei drei" (1961) wurde wegen des Mauerbaus in Berlin in München weitergedreht, erst ein Misserfolg und in den 80er-Jahren ein Kultfilm. In den 90er-Jahren wurde Wilder, der nach "Buddy, Buddy" (1981) keinen Film mehr inszenierte, Berater bei Filmprojekten und mit Ehrungen überhäuft. Wilder war einer der größten Kunstsammler der USA und starb im Alter von 95 Jahren in Beverly Hills an den Folgen einer Lungenentzündung.

Billy Wilder

  • Bürgerlicher Name
    Samuel Wilder
  • Geburtstag
    22.06.1906
  • Geburtsort
    Sucha, Galizien
  • Geburtsland
    Österreich-Ungarn

"Forrest Gump" und "Bambi" sind jetzt US-Kulturerbe

Die Filmgeschichte ist reich an Schätzen. Alle Jahre wieder werden einige daraus abgestaubt, damit sie unvergesslich bleiben - zu Recht!

Neu in der National Film Registry: "Forrest Gump" (Foto: Paramount) Großansicht

Neu in der National Film Registry: "Forrest Gump" (Foto: Paramount)

Traditionell werden zum Jahresende 25 Filme neu in die National Film Registry aufgenommen, deren Ziel der Erhalt kulturell, geschichtlich oder ästhetisch bedeutender Filme ist.

Werke von Regisseuren wie John Cassavetes, Howard Hawks, Billy Wilder und George Pal gehören zu den Filmen, die die National Film Registry ab sofort bereichern.

Die zeitliche Bandbreite der ausgewählten Titel reicht von "The Cry of the Children" und "A Cure for Pokeritis" aus dem Jahr 1912 bis hin zu "Forrest Gump" aus dem Jahr 1994. Sogar die Gangsterballade "El Mariachi" von 1992, das Erstlingswerk von Robert Rodriguez, und "Das Schweigen der Lämmer" von 1991 haben es jetzt auf diese Liste geschafft.

Die 25 neuen Titel im Überblick:

Die National Film Registry war 1989 vom US-Kongress zum Erhalt kulturell, geschichtlich oder ästhetisch bedeutender Filme ins Leben gerufen worden.

1997
47. Deutscher Filmpreis
Filmband in Gold für das Lebenswerk
1992
5. Felix - Europäischer Filmpreis
Preis der European Film Academy für ein Lebenswerk
1987
60. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Irving G. Thalberg Memorial Award
1973
23. Deutscher Filmpreis
Filmband in Gold
1960
33. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bestes Originaldrehbuch - Das Appartement
1960
33. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Regie - Das Appartement
1955
12. Golden Globe
Bestes Drehbuch - Sabrina
1951
8. Golden Globe
Beste Regie - Boulevard der Dämmerung
1950
23. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Bestes Originaldrehbuch - Boulevard der Dämmerung
1946
3. Golden Globe
Beste Regie - Das verlorene Wochenende
1945
18. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Drehbuchadaptation - Das verlorene Wochenende
1945
18. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Beste Regie - Das verlorene Wochenende
 

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